- Außen knusprig, innen weich
- Aus gekochten Kartoffeln
- Nur 3 Zutaten
Wenn gekochte Kartoffeln vom Vortag übrig sind, kommt mein Rezept für klassische Bratkartoffeln zum Einsatz. Ich brate die kalten Kartoffelscheiben portionsweise in Butterschmalz, bis sie außen goldbraun und knusprig sind. Mein Grundrezept kommt mit 3 Zutaten aus. Speck und Zwiebeln kannst du später ganz einfach ergänzen.

Klassische Bratkartoffeln: Einfach & knusprig
Zubereitung
- Kartoffeln mit 1 TL Salz in einen großen Topf geben und mit kaltem Wasser bedecken. Aufkochen und die Kartoffeln bei mittlerer Hitze mit Deckel ca. 20 Minuten kochen. Kartoffeln abgießen, möglichst heiß pellen und vollständig abkühlen lassen.1 kg festkochende Kartoffeln
- Kalte Kartoffeln in etwa 0,5 cm dünne Scheiben schneiden.

- Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen und die Kartoffeln bei mittlerer Hitze portionsweise braten. Wenn möglich, sollten die Kartoffeln nicht überlappen. Die Kartoffeln erst wenden, wenn die Unterseite komplett gebraten ist, das dauert 2-4 Minuten.50 g Butterschmalz

- Fertig gebratene Kartoffeln mit Salz abschmecken.Salz
Guten Appetit!
So wird’s noch leckerer:
Dann entdecke ab hier weitere wertvolle Tipps zum Rezept und seinen Zutaten.
Inhaltsverzeichnis
Meine 5 Bratkartoffel-Geheimtipps – lies das, bevor du zur Pfanne greifst
Die Kartoffeln liegen Parat, die Pfanne steht bereit – dann kann es mit der Zubereitung der besten Bratkartoffeln losgehen. Damit sie auch garantiert knusprig gelingen, habe ich dir meine 5 wichtigsten Tipps zusammengefasst.
- Gekochte Kartoffeln vollständig auskühlen lassen, am besten über Nacht. So bleiben sie stabil!
- Kartoffeln portionsweise in großer Pfanne braten, damit sie nicht übereinanderliegen und dämpfen.
- Pfanne und Butterschmalz gut erhitzen, bevor die Kartoffeln hineinkommen. Dann Temperatur reduzieren und bei mittlerer Hitze braten. So saugen sie sich nicht voll, verbrennen aber auch nicht.
- Nicht zu früh und oft wenden, sondern erst, wenn die Unterseite goldbraun ist. Je öfter du die Kartoffelscheiben bewegst, desto schwieriger wird es, eine schöne Kruste aufzubauen. Ich lasse sie deshalb erst einmal in Ruhe braten und wende sie nur einmal.
- Erst am Ende salzen, damit die Kartoffeln beim Braten nicht unnötig Wasser ziehen.

Welche Kartoffeln eignen sich für Bratkartoffeln?
Für klassische Bratkartoffeln eignen sich festkochende Kartoffeln wie Annabelle, Linda oder Nicola am besten. Diese Sorten haben einen geringeren Stärkegehalt, wodurch sie Form und Biss behalten – eben perfekt, um sie in Scheiben zu schneiden und zu braten.
Warum ich Bratkartoffeln aus gekochten Kartoffeln mache
Bleibt noch die Frage: Muss man Bratkartoffeln vorher kochen? Für mein Grundrezept: ja. Ich koche die Kartoffeln als Pellkartoffeln vor. So schmecken richtig gut nach Kartoffel, sind sie innen bereits weich und müssen in der Pfanne nur noch eine schöne goldbraune Kruste bekommen. Alternativ kannst du sie aber auch als Salzkartoffeln kochen.
Wichtig ist, dass die gekochten Kartoffeln vollständig auskühlen. Kalte Kartoffeln lassen sich besser in Scheiben schneiden, zerfallen beim Braten nicht so schnell und kleben weniger am Pfannenboden fest.
Ich koche meine Kartoffeln deshalb gerne schon am Vortag und brate sie erst am nächsten Tag zu Bratkartoffeln. So kannst du auch super übrige Kartoffeln verwerten
Du kannst Bratkartoffeln natürlich auch aus rohen Kartoffeln zubereiten – dann brauchen sie in der Pfanne aber wesentlich länger. Darum ist mein schnelles, einfaches Grundrezept auf gekochte Kartoffeln ausgelegt.


Bratkartoffeln richtig knusprig braten: So geht’s
Sobald die Kartoffeln vorbereitet sind, geht’s ans Braten. Damit deine Bratkartoffeln perfekt goldbraun und knusprig aus der Pfanne kommen, hier nochmal alle wichtigen Details, auf die es bei der Zubereitung ankommt.
Die richtige Pfanne für Bratkartoffeln
Wer Omas beste Bratkartoffeln selber machen möchte, der sollte auf eine vernünftige Pfanne setzen. Sprich: Die Pfanne sollte gute Wärmeleitfähigkeiten haben und viel Hitze vertragen, damit die Kartoffelscheiben gleichmäßig und knusprig braten können. Außerdem ist eine Antihaftbeschichtung wichtig, damit sich die Kartoffeln einfach wenden lassen und nicht anbacken und zerbrechen. Gut geeignet sind daher diese Pfannen:
- Antihaftbeschichtete Aluminiumpfanne
- Antihaftbeschichtete Edelstahlpfanne
- Eingebrannte, geschmiedete Eisenpfanne mit Patina
- Eingebrannte Gusseisenpfanne mit Patina
Welches Fett eignet sich für Bratkartoffeln?
Zum Braten deiner Kartoffeln solltest du auf Butterschmalz setzen. Das besteht fast vollständig aus Butterfett, dem bei der Herstellung Wasser und Eiweiß entzogen wurden. Daher hat es beste Brateigenschaften und lässt sich besonders hoch erhitzen, ohne zu spritzen. Aber das Beste: Es bringt einen feinen Buttergeschmack an deine Kartoffeln.
Wer möchte, der kann aber auch ein hitzestabiles Pflanzenöl nehmen. Gut geeignet sind beispielsweise raffiniertes Rapsöl oder Sonnenblumenöl. Egal für welches Fett du dich entscheidest, wichtig ist, dass du reichlich davon verwendest.
Wann Bratkartoffeln wenden?
Ich wende meine Kartoffeln tatsächlich nur einmal. Und zwar dann, wenn die Ränder und Unterseiten der Scheiben braun sind. Vorher nicht. Das kann pro Seite 2-4 Minuten dauern. Nur so wird’s richtig knusprig. Und keine Sorge, verwendest du genügend Fett, brennt auch garantiert nichts an.
Wie lange müssen Bratkartoffeln in der Pfanne braten?
Das reine Braten der Kartoffeln ist schnell erledigt. Knapp 10 Minuten dauert es, bis eine Portion Bratkartoffeln braun und kross auf dem Teller landet. Aber bedenke: Ist in der Pfanne nicht genügend Platz, sodass du mehrere Chargen zubereiten musst, kommt diese Zeit noch on top.


Bratkartoffeln abwandeln – meine liebsten Varianten
Ein paar Bratkartoffeln und dazu ein Kräuterquark – mehr braucht es für mich nicht. Aber auch als Beilage passen sie zu vielen Gerichten einfach immer. Und das Schöne: Sie lassen sich kinderleicht mit wenigen Zutaten aufpeppen.
Welche Varianten ich am liebsten mag?
- Mit Speck und Zwiebeln: Beides kurz vor Schluss mit in die Pfanne geben, kurz mitbraten, fertig.
- Mit frischen Kräutern wie Schnittlauch, Rosmarin, Majoran oder Petersilie
- Schnelle Bratkartoffeln mit Ei
- Lauwarmer Bratkartoffelsalat mit grünen Bohnen
Oder ich lasse die Pfanne kalt und mache
- Bratkartoffeln aus dem Ofen für größere Mengen
- Bratkartoffeln im Airfryer mit weniger Fett
Häufige Fragen (FAQs)
Warum werden meine Bratkartoffeln nicht knusprig?
Das liegt meistens an 3 Dingen:
- Die Kartoffeln waren beim Braten noch zu warm
- Die Pfanne war nicht heiß genug
- Oder du hast zu viele Kartoffelscheiben auf einmal in die Pfanne gegeben. Wenn die Kartoffeln übereinander liegen, dämpfen sie und werden matschig statt knusprig.
Mein Tipp: Kartoffeln vollständig auskühlen lassen, Butterschmalz richtig heiß werden lassen und lieber portionsweise braten.
Muss man Kartoffeln für Bratkartoffeln vorkochen?
Für mein Grundrezept: ja. Ich koche die Kartoffeln als Pellkartoffeln vor, lasse sie vollständig auskühlen und brate sie erst danach in Scheiben. So sind sie innen bereits weich und müssen in der Pfanne nur noch eine goldbraune Kruste bekommen. Alternativ funktionieren auch kalte Salzkartoffeln. Wichtig ist vor allem, dass die Kartoffeln beim Schneiden und Braten vollständig ausgekühlt sind.
Kann ich Bratkartoffeln auch aus rohen Kartoffeln machen?
Ja, das geht auch. Rohe Kartoffeln brauchen in der Pfanne aber deutlich länger, bis sie gar sind. Außerdem musst du sie anders zubereiten: Die rohen Kartoffelscheiben werden oft erst gewässert, damit die Stärke austritt, und dann mit geschlossenem Deckel gegart. Mein Rezept ist auf gekochte Kartoffeln ausgelegt, weil sie außen knuspriger werden und eine super Resteverwertung sind.
Wie kann ich Bratkartoffeln aufbewahren und aufwärmen?
Bratkartoffeln kannst du in einem verschlossenen Behälter 1-2 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Zum Aufwärmen gibst du sie am besten nochmal kurz in die Pfanne. So werden sie wieder knuspriger. In der Mikrowelle werden sie eher weich.
Rezeptsammlungen

Cornelia
27. Sep. 2026 um 16:22 Uhr
Ich bin begeistert.
Rita
23. März 2026 um 13:40 Uhr
5 Sterne super lecker
Danke!
Trixie
5. Aug. 2025 um 04:06 Uhr
sehr gut
Susanne
17. Juli 2025 um 05:01 Uhr
Prima, habe noch Zwiebeln dazu gegeben
Perfekte Ergänzung :)
Günther
19. Mai 2025 um 21:23 Uhr
Sehr gut, aber besser die Kartoffeln schon am Vortag kochen und in einer separaten Pfanne noch Zwiebeln mit Speckewürfeln oder Schinkenstreifen anbraten und fertig zu den Brratkartoffeln geben.
Isabel
2. Mai 2025 um 08:38 Uhr
Tolle Tipps, tolles Rezept. Gefällt mir sehr
Alex
14. März 2025 um 16:02 Uhr
Sehr gute Anleitung für eine Rentner in Ausbildung. Die Bratkartoffeln haben mit Spiegeleiern super geschmeckt. Danke
keksig
14. Feb. 2025 um 23:56 Uhr
Ein Klassiker, der gar nicht so einfach ist wie man denkt.
Marcel
9. Feb. 2025 um 21:29 Uhr
Klasse! Die Kartoffeln waren perfekt, dazu gab es deinen Dipmit Avocado. Wiedermal 5 *. Wenn ich ein Rezept suche, dann ist Gaumenfreundin die 1. Wahl.
So schön zu lesen, Marcel. Vielen Dank für die tolle Bewertung!
Ruth
9. Feb. 2025 um 21:26 Uhr
Steffi, ich habe noch nie knusprigere Bratkartoffeln gegessen. Meine Family ist hin und weg! Nur noch nach deinem Rezept. Danke
Oh wow, lieben Dank für das tolle Feedback. Das freut mich ja sehr :)
Sylvia
4. Dez. 2024 um 13:42 Uhr
Liebe Steffi,
z.B. Dein Bratkartoffel- und das Gulaschsuppen – Rezept sind absolut hervorragend.
Ich werde gerne weitere Rezepte von Dir ausprobieren.
Lieben Dank
Sylvia
Das freut mich riesig, liebe Sylvia!
Ruth
15. Sep. 2024 um 20:59 Uhr
Sehr geile Bratkartoffeln. Ab jetzt nur noch nach Gaumenfreundin Rezept
Freut mich, dass es dir so gut geschmeckt hat :)
Maurice
3. Sep. 2024 um 22:09 Uhr
Die Bratkartoffeln waren mega knusprig und lecker. Dies wird mein Standardrezept
Danke für das schöne Feedback, Maurice!
Ulli
2. Sep. 2024 um 15:45 Uhr
Selten so knusprige und perfekte Bratkartoffeln gegessen. 5 von 5!
Das freut mich ja riesig, Ulli! So schön, dass es dir geschmeckt hat!
Rüdiger
28. Okt. 2023 um 19:22 Uhr
Schneller geht es, wenn man die Kartoffeln schält und über eine Mandoline in Scheiben schneidet. Nun mit Wasser übergiessen und max. 10 Minuten kochen. Das Wasser abgiessen und die Kartoffeln auf einem Blech abkühlen lassen, ca. 1/2 Stunde. Vorher auf das Blech Küchenpapier legen um das Restwasser aufzunehmen. Jetzt können die Kartoffeln in die Pfanne und wie sonst gewohnt zubereitet werden.
Vorteil: Kartoffeln sind am gleichen Tag fertig,Kochzeit nur noch die Hälfte.
p.s. Mandoline ist ein Schneidwerk für Gemüse ähnlich einer Reibe nur für Scheiben
( Nicer dicer z.B.)
Gruß Rüdiger
Danke für deinen Tipp, Rüdiger!