Die beste Idee, wenn sich kurzfristig Gäste ankündigen? Wenn du mich fragst: Eine Käseplatte selber machen! Denn die ist nicht nur blitzschnell – ganz ohne kochen – vorbereitet, sie macht auf dem Tisch auch richtig was her. Was ich so an Käseplatten liebe: Jeder kann sich nach eigenem Geschmack bedienen – perfekt für Abende mit Freunden. Ich zeige dir, wie du die perfekte Käseplatte zusammenstellst, anrichtest und welche Begleiter am besten dazu passen.
Inhaltsverzeichnis

Käseplatte selber machen
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Hartkäse
- 150 g Gruyére
- 150 g Cheddar
Schnittkäse
- 150 g Gouda - jung oder mittelalt
- 150 g Wildblumenkäse
Weichkäse
- 200 g Brie - oder Camembert
Blauschimmelkäse
- 200 g Gorgonzola - oder Roquefort
Frischkäse
- 200 g Ziegenkäserolle - oder Frischkäse mit Kräutern
Süße Beilagen
- 500 g Trauben - hell und dunkel
- 4 Feigen
- 1 Birne
- 100 g Trockenfrüche - z.B. Aprikosen
Herzhafte Beilagen
- 100 g Nüsse - ungesalzen
- 100 g Oliven
- 1 kleines Glas Cornichons
- 2 Stiele Rosmarin
Brot & Cracker
- 1 Baguette
- 1 Rolle Pumpernickel
- 200 g Cracker
Saucen & Dips
- 150 g Feigensenf
- 100 g Honig
- 150 g Chutney
Zubereitung
Dips vorbereiten
- Feigensenf, Honig und Chutney in kleine Schälchen oder Gläser füllen und auf dem Brett verteilen – am besten an drei Stellen, damit jeder gut drankommt.150 g Feigensenf, 100 g Honig, 150 g Chutney

Käse schneiden und anrichten
- Hartkäse (Gruyère, Cheddar) in Würfel oder Stifte schneiden.Schnittkäse (Gouda, Wildblumenkäse) in Scheiben schneiden und auffächern.Weichkäse (Brie) in Tortenstücke schneiden.Blauschimmelkäse (Gorgonzola) grob schneiden oder brechen.Frischkäse (Ziegenrolle) in Scheiben schneiden.150 g Gruyére, 150 g Cheddar, 150 g Gouda, 150 g Wildblumenkäse, 200 g Brie, 200 g Gorgonzola, 200 g Ziegenkäserolle
- Den Käse in kleinen Gruppen um die Dips herum auf dem Brett anrichten.

Süße Beilagen ergänzen
- Trauben in kleinen Rispen verteilen, Feigen halbieren, Birne in Spalten schneiden. Trockenfrüchte locker zwischen den Käsegruppen verteilen.500 g Trauben, 4 Feigen, 1 Birne, 100 g Trockenfrüche
Herzhafte Beilagen verteilen
- Nüsse und Oliven in kleinen Häufchen platzieren, Cornichons im Glas dazustellen. Rosmarinzweige als Deko zwischen Käse und Beilagen legen.100 g Nüsse, 100 g Oliven, 1 kleines Glas Cornichons, 2 Stiele Rosmarin
Käse kaltstellen
- Die Käseplatte bis 30 Minuten vor dem Essen abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
Brot & Cracker servieren
- Baguette frisch in Scheiben schneiden und in einem Körbchen servieren. Pumpernickel und Cracker häufchenweise zwischen Käse und Beilagen auf dem Brett verteilen oder separat anbieten.1 Baguette, 1 Rolle Pumpernickel, 200 g Cracker

Steffis Tipps
Dann entdecke ab hier weitere wertvolle Tipps zum Rezept und seinen Zutaten.
Welche Käsesorten nehme ich für eine Käseplatte?
Grundsätzlich gilt: Erlaubt ist alles, was schmeckt! Wenn ich eine Käseplatte für Gäste selber mache, versuche ich immer eine bunte, möglichst vielfältige Auswahl zusammenzustellen – so findet jeder etwas nach seinem Geschmack. Ich achte immer auf eine ausgewogene Mischung aus:
1. Konsistenz
- Frischkäse: Frischkäserollen, Ziegenfrischkäse, Obazda, Burrata
- Weichkäse: Weißschimmel – Camembert, Brie / Rotschmier – Limburger, Chaumes / Blauschimmel – Gorgonzola, Roquefort
- Schnittkäse: Gouda, Tilsiter, Edamer, Butterkäse, Cheddar, Chavroux (Rolle)
- Hartkäse: Parmesan, Pecorino, Comté, Gruyère, Manchego
2. Intensität
- Mild: Frischkäse, junger Gouda, Butterkäse, Mozzarella, Wildblumenkäse
- Mittel: Brie, Camembert, Cheddar, mittelalter Gouda, Gruyère, Reblochon, Soumaintrain
- Kräftig: Roquefort, Gorgonzola, gereifter Comté, Parmesan, gereifter Ziegenkäse, Taleggio, Stilton
3. Milchsorte
- Kuhmilch: Gouda, Brie, Gruyère, Comté, Cheddar, Butterkäse
- Schafsmilch: Manchego, Pecorino, Roquefort, Feta
- Ziegenmilch: Chavroux, Crottin de Chavignol, Sainte-Maure, Selles-Sur-Cher
4. Form & Farbe
- Je bunter und vielseitiger, desto schöner sieht die Käseplatte aus.
Meiner Erfahrung nach lohnt sich ein Besuch beim Käsehändler oder mindestens an der Käsetheke – die Qualität ist besser und die Auswahl größer als bei abgepackten Sorten im Supermarkt und du kannst dich geschmacklich beraten lassen.
Werdende Mama am Tisch? Dann verzichte lieber auf kurz gereifte Rohmilchprodukte. Käsesorten aus pasteurisierter – also hocherhitzter – Milch sind während der Schwangerschaft die sicherere Wahl.


Wie viel Käse brauche ich für eine selbstgemachte Käseplatte?
Die optimale Käsemenge hängt davon ab, ob die Platte als Hauptmahlzeit oder Snack bzw. Vor- oder Nachspeise serviert wird und wie viele Gäste kommen.
Ich rechne meist mit folgenden Faustregeln:
- Hauptspeise: ca. 200 g Käse pro Person
- Vor-/Nachspeise: 80–100 g pro Person
- Sortenvielfalt: 5–7 Sorten von weich bis hart & mild bis kräftig – je mehr Gäste, desto größer die Stücke
Rechne ca. 10 € pro Person – für eine große Käseplatte für 6 Personen also ca. 60 €.
Die besten Begleiter zur Käseplatte – diese Zutaten passen dazu
Käse allein ist lecker, aber die passenden Beilagen machen die Platte richtig rund. Ich achte immer darauf, dass etwas Süßes, Herzhaftes, Brot und Dips dabei sind:
- Süße Beilagen: Obst & Trockenfrüchte – Trauben, Feigen, Birne, Aprikosen
- Herzhafte Beilagen: Nüsse, Oliven, Gewürzgurken, Kräuter
- Brot & Cracker: Baguette, Pumpernickel, Knäckebrot, Salzcracker, Grissini
- Saucen & Dips: (Feigen)senf, Honig, Chutneys, Marmeladen
- Getränke: Weißwein – Riesling, Grauburgunder, Sauvignon Blanc / Rotwein – Merlot, Spätburgunder

Käseplatte anrichten: So geht's richtig
Wenn du alle Zutaten parat hast, geht’s ans Anrichten und Dekorieren. Das entscheidet, wie hübsch deine Platte auf dem Tisch wirkt. Ich arbeite dabei am liebsten Schritt für Schritt, damit alles harmonisch aussieht:
- Brett auswählen: Holz, Marmor oder Schiefer – besonders praktisch sind z.B. auch Drehteller.
- Schüsseln & Gläser mit Dips auf der Platte verteilen
- Käse drum herum legen: Je nach Sorte am Stück oder vorgeschnitten in Würfeln und Scheiben anrichten. Dabei immer etwas Abstand lassen, damit alle gut zugreifen können. Wenn es zu eng wird, lieber mit zwei Brettern arbeiten. Bei einem runden Brett kannst du die Sorten zur Orientierung von mild nach würzig als „Käse-Uhr“ anordnen.
- Süße & herzhafte Beilagen ergänzen
- Käseplatte in den Kühlschrank stellen und 30 Minuten vor dem Servieren herausholen – ähnlich, wie Wein, entfaltet Käse sein volles Aroma bei Raumtemperatur. Nur Frischkäse solltest du kalt servieren.
- Mit Crackern, Brot & Kräuter dekorieren



Am besten legst du passende Käsemesser parat – je nach Konsistenz gibt es hier unterschiedliche Messer, mit denen sich die Sorten optimal schneiden lassen. Kleine Sorten-Schilder können den Gästen Überblick und Auswahl erleichtern.
Mehr kreative Ideen, um deine Käseplatte selber zu machen
Natürlich gibt es unendlich viele Möglichkeiten, die Platte zu gestalten. Auch ich kann mich meist nicht entscheiden, welche Käsesorten es werden sollen. Mir hilft es mich an Themen oder Ländern zu orientieren.
Neben einer gemischten Platte mit meinen Käse-Favoriten liebe diese Varianten:
- Länder-Käseplatte: Mit Käsesorten eines Landes und passenden Beilagen
- Italienische Käseplatte: Pecorino, Burrata, Gorgonzola mit Antipasti, Grissini und Ciabatta
- Französische Käseplatte: Comté, Morbier, Brie mit Feigen, Birnen, Walnüssen und Baguette
- Englische Käseplatte: Cheddar, Chester, Blue Stilton mit Relish, Craberries und Crackern
- Charcuterie Board: Käse und Wurst auf dem Brett kombiniert
- Weihnachtliche Käseplatte: Wenn die Küche an den Feiertagen kalt bleiben soll
- Wein-Käse-Kombis: Servier zu jeder Käsesorte den passenden Wein


Reste der Käseplatte lecker verwerten – mit diesen Rezepten klappt’s
Platte nicht leer geworden? Kein Problem. Die Reste deiner Käseplatte kannst du super wiederverwenden:
- Frischkäse-Reste kannst du zu cremiger Käsesoße verarbeiten
- Weichkäse-Reste werden zu gratiniertem Ziegenkäse, Feldsalat-Topping oder ein ganzer Camembert zu schmelzendem Ofenkäse
- Schnittkäse-Reste sind die beste Basis für Mac and Cheese, Käsespätzle oder einen schnellen Käsesalat und perfekt zum Überbacken von Aufläufen oder Raclette
- Hartkäse-Reste werden fein gerieben zum typischen Pasta-Topping
- Alle Sorten werden natürlich fix zum beliebten Käsebrot
Ich bewahre Käsereste immer luftdicht verpackt im Kühlschrank auf – so hält er sich noch ein paar Tage frisch und lässt sich prima verwerten. Dabei gut zu wissen: Rohmilchkäse dürfte sogar schimmeln – den Schimmel kannst du wegschneiden und den restlichen Käse noch essen. Wenn sich hingegen auf pasteurisiertem Käse Schimmel gebildet hat, solltest du diesen entsorgen!
Rezeptsammlungen









Böhme
29. Dez. 2025 um 22:09 Uhr
Gute Idee! Toll mit den Mengen dazu
Lieben Dank! Viel Freude beim Ausprobieren :)
Merle
29. Dez. 2025 um 09:56 Uhr
Wie toll durchdacht mit den Mengen!!! Danke dafür
So gerne doch. Viel Spaß beim Ausprobieren :)