Du willst Rinderrouladen wie früher bei Oma selber machen? Kein Problem – mit meiner alltagsfreundlichen Variante wird’s extra einfach! Denn für meine klassischen Rinderrouladen brauchst du keinen riesigen Berg an Röstgemüse. Meine vereinfachte Zwiebelsauce spart dir richtig Aufwand, bringt aber trotzdem den typisch kräftigen und vertrauten Geschmack auf den Teller, den wir alle so lieben!
Inhaltsverzeichnis

Rinderrouladen – klassisch, einfach, zart
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Für die Rouladen
- 1 Zwiebel
- 6 Gewürzgurken
- 6 Rinderrouladen - je ca. 180 g
- 6 Scheiben Bacon
- 6 TL Senf
- Salz und Pfeffer
- 2 EL Butterschmalz
Für den Sud
- 2 Zwiebeln
- 3 EL Tomatenmark
- 200 ml Rotwein
- 600 ml Rinderfond
- 2 Lorbeerblätter
Zubereitung
- Zwiebel für die Rouladen halbieren und in Ringe schneiden. Die Gewürzgurken in Scheiben schneiden und die Zwiebeln für den Sud fein hacken.1 Zwiebel, 6 Gewürzgurken, 2 Zwiebeln

- Rouladen zwischen Frischhaltefolie legen und flach klopfen. Anschließend mit Salz und Pfeffer würzen, mit Senf bestreichen und mit Bacon, Gurken und Zwiebelringen belegen. Die Seiten leicht nach innen einschlagen und die Rouladen fest aufrollen. Mit Küchengarn fixieren.6 Rinderrouladen, 6 Scheiben Bacon, 6 TL Senf, Salz und Pfeffer

- Butterschmalz in einem Bräter erhitzen und die Rouladen rundherum kräftig anbraten. Anschließend herausnehmen.2 EL Butterschmalz

- Die gehackten Zwiebeln in den Bräter geben und anrösten. Das Tomatenmark hinzufügen und etwa 2 Minuten mitrösten. Mit Rotwein ablöschen und einkochen lassen. Dann den Rinderfond und die Lorbeerblätter zugeben.3 EL Tomatenmark, 200 ml Rotwein, 600 ml Rinderfond, 2 Lorbeerblätter
- Die Rouladen in den Sud legen und mit Deckel bei niedriger Hitze 2 Stunden schmoren. Alternativ im Ofen bei 160 Grad Umluft für 2 Stunden garen – eine Stunde mit Deckel und eine ohne. Die Ofenvariante ist mein Favorit.

- Zum Schluss die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Steffis Tipps
Nährwerte pro Portion (ca.)
Dann entdecke ab hier weitere wertvolle Tipps zum Rezept und seinen Zutaten.
Das richtige Fleischstück: Welches Fleisch für Rinderrouladen verwenden?
Damit deine Rinderrouladen so richtig schön zart werden, ist das richtige Fleisch entscheidend.
- Klassisch verwendet man dünne Scheiben aus der Rinderoberschale – also von der Innenseite der hinteren Rinderkeule. Alternativ eignen sich Unterschale oder Hüfte. Diese Schmorstücke sind mager, haben kurze Fleischfasern und werden durch langes Schmoren wunderbar zart.
- Wichtig ist, dass die Scheiben nicht zu dick geschnitten sind. Lass dir die Rouladen daher direkt beim Metzger dünn zuschneiden – das spart Zeit und du musst dir weder um Teilstück noch um das passende Gewicht Gedanken machen. Meist haben Metzger schon geschnittene Rinderrouladen in der Auslage.
- Ich plattiere das Fleisch zu Hause zusätzlich noch etwas. So werden die Scheiben größer, die Füllung lässt sich besser verteilen und die klassischen Rouladen werden später schön mürbe.

Rinderrouladen klassisch zubereiten – das kommt in die Füllung
Weil ich es auch von meiner Oma so kenne, gehört für mich in klassische Rinderrouladen genau eine Füllung:
- Senf
- Zwiebeln
- Gewürzgurken
- Bacon
Damit bekommst du den typischen herzhaften Geschmack, wie von früher – ohne Schnickschnack. Wenn’s nicht ganz klassisch sein muss und du mal was ausprobieren willst, kannst du folgende Varianten probieren:
- Möhren- oder Paprikastreifen – für etwas mehr Gemüse in der Roulade.
- Bacon weggelassen – etwas milder, für mehr Fokus auf das zarte Rindfleisch.
Damit alles gut hält: Fleisch richtig dünn klopfen, Füllung mittig verteilen und die Ränder vor dem Rollen leicht einschlagen. Dann mit Küchengarn oder Spießen fixieren – so bleibt die Füllung sicher drin.
Wie lange muss man Rinderrouladen braten?
Bevor die Rouladen schmoren, solltest du sie unbedingt kräftig anbraten – 1-2 Minuten pro Seite, insgesamt ca. 6-8 Minuten, dabei zwischendurch wenden. Das sorgt für wichtige Röstaromen, die für den deftigen Geschmack entscheidend sind.
Meine Tipps zum Anbraten:
- Rouladen vorher mit Küchenpapier trockentupfen – so braten und bräunen sie besser.
- Ich verwende Butterschmalz zum Anbraten – das verträgt hohe Temperaturen und gibt ein super Aroma.


Wie lange müssen Rinderrouladen im Backofen schmoren?
Ich bereite Rinderrouladen im Backofen zu, das spart nach dem Anbraten Platz auf dem Herd. Zum Schmoren im Ofen plane ich rund 2 Stunden ein: 1 Stunde mit Deckel, damit die Rouladen schön saftig bleiben. Dann nochmal 1 Stunde ohne Deckel, damit die Soße reduziert und intensiver wird. Auch wenn ich schnelle Gerichte liebe: Das Schmoren solltest du nicht abkürzen – nur die Zeit macht die Rouladen butterzart.
Meine Tipps zum Schmoren:
- Achte darauf, dass die Rouladen während des Schmorens immer gut mit Flüssigkeit bedeckt sind.
- Fertig sind sie, wenn du sie mit einer Gabel ganz leicht eindrücken kannst.
- Ich plane immer eine kleine „Test-Roulade“ ein – zum Probieren, ob sie schon perfekt sind. Die kannst du dann auch anschneiden.
Rinderrouladen im Backofen bei wie viel Grad garen?
Für ein gleichmäßiges Ergebnis gare ich Rinderrouladen im Backofen bei 160 Grad Umluft. Durch die gleichmäßige Wärmezufuhr im Ofen brennt nichts an und die Rouladen können entspannt vor sich hin garen.

Rinderrouladen-Soße selber machen – meine einfache Version
Meine einfache „Steffi-Variante“ einer klassischen Rinderrouladen-Soße ist herrlich aromatisch, kommt aber ganz ohne großes Gemüse-Schnippeln, Pürieren oder Passieren aus. Die Basis:
- viele Zwiebeln
- Tomatenmark
- Rotwein
- Rinderfond
- Lorbeerblätter
Warum das so gut funktioniert? Die Zwiebeln geben Süße und sorgen durch das lange Schmoren automatisch für eine gewisse Bindung. Zusammen mit den anderen Zutaten entsteht auch ohne Röstgemüse eine klassische, kräftige Bratensoße, die sich beim Schmoren quasi von selbst kocht. Die genaue Zubereitung findest du wie immer in der Rezeptkarte.
Sollte deine Soße am Ende noch zu flüssig sein, kannst du 1 TL Speisestärke in kaltem Wasser auflösen, und in die köchelnde Sauce einrühren. Oder statt Stärke eiskalte Butterstücke einrühren.
Für mich gehören Rinderrouladen zu den klassischen Weihnachtsrezepten. Da dürfen neben der Soße natürlich auch die passenden Beilagen nicht fehlen! Neben Rotkohl, Salzkartoffeln und Semmelknödeln findest du noch viele weitere Ideen in meiner Rinderrouladen-Beilagen-Sammlung.
Weitere Fragen zu Rinderrouladen
Kann man Rinderrouladen vorbereiten?
Ja, Rinderrouladen kannst du super vorbereiten! Einfach am Vortag schmoren, im Sud abkühlen lassen und am nächsten Tag langsam erwärmen.
Wie lange kann man Rinderrouladen aufbewahren?
Im Kühlschrank kannst du Rouladen 2–3 Tage aufbewahren. Am besten gut verschlossen im Sud aufbewahren und nicht schneiden, damit sie nicht austrocknen.
Kann man Rinderrouladen einfrieren?
Ja – sogar hervorragend! Am besten fertig geschmort mit Sauce einfrieren. Dann langsam im Kühlschrank auftauen und schonend erwärmen, damit sie nicht trocken werden.
Kann man ungekochte Rinderrouladen einfrieren?
Ja. Einfach gerollte, fixierte Rouladen einfrieren, vor dem Schmoren komplett auftauen lassen und gut trockentupfen.
Wie werden Rinderrouladen zart und weich – nicht zäh?
Die häufigsten Ursachen für zähe Rouladen sind:
- zu kurze Schmorzeit
- zu hohe Temperatur
- zu dick geschnittenes Fleisch
- zu wenig Flüssigkeit
- Rouladen wurden vor dem Servieren aufgeschnitten
So werden die Rouladen butterweich:
- mindestens 2 Stunden bei 160 Grad schmoren, nicht heißer!
- Fleisch immer beim Metzger dünn schneiden lassen und plattieren
- Rouladen beim Schmoren vollständig mit Flüssigkeit bedecken
- niemals vorab anschneiden, sonst trocknen sie aus
Was tun, wenn die Sauce zu dünn ist?
Die Sauce ohne Deckel einkochen lassen. Wenn das nicht reicht oder es schneller gehen soll: 1 TL Speisestärke in kaltem Wasser auflösen, und in die köchelnde Sauce einrühren. Oder statt Stärke eiskalte Butterstücke einrühren. Noch eine Option: Die Sauce pürieren.
Für alle Varianten Rouladen am besten aus dem Bräter nehmen und danach wieder in die Sauce legen.
Beilagen: Was passt am besten zu Rinderrouladen?
Typische Beilagen zu Rinderrouladen sind:
- Rotkohl – selbstgemacht oder verfeinert aus dem Glas
- Rosenkohl
- Herzoginkartoffeln
- Kartoffelbrei
- Knödel aller Art z.B. Kartoffelknödel oder Serviettenknödel
- Bratkartoffeln
- und viele mehr. All meine Favoriten findest du in der Rezeptsammlung zu Rouladen-Beilagen.
Rezeptsammlungen









Elke
14. Jan. 2026 um 11:46 Uhr
Liebe Steffi,
dein Rezept hat unseren Weihnachtsabend vollkommen gemacht! Es verdient das Prädikat: Hammer! 5 Sterne nur deshalb, weil man mehr nicht vergeben kann. Was soll ich noch schreiben – Resteverwertung vollkommen unnötig – es blieb NICHTS übrig. Habe es sofort in meine „Gaumenfreundin-Sammlung“ aufgenommen. Vielen dank für dieses Rezept – ich empfehle es an dieser Stelle – unbedingt.
Mega!
Ela
21. Dez. 2025 um 16:51 Uhr
Sehr lecker deine Rouladen und auch die Sauce ist top geworden.
Danke!
Marlies
11. Dez. 2025 um 22:56 Uhr
DANKE, super erklärt. Toll jederzeit gern wieder.
Freut mich!
Agnes
10. Dez. 2025 um 08:11 Uhr
Super die einfache Soße! Für mich noch mit Senf und mehr Tomatenmark. Und ich nehme körnigen Senf aus der Senfmühle.
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