Spinat – endlich wieder frisches Grün

Wenn die Sonne endlich wieder mehr Kraft hat, beginnt der Spinat seine zarten, grünen Blätter aus der Erde zu schieben. Schon im frühen Frühjahr gibt es frischen Spinat aus der Region zu kaufen. Die ersten zarten Blätter schmecken als Salat besonders lecker, doch auch ansonsten hat das vielseitige Blattgemüse in der Küche eine Menge zu bieten.

Geerntete Spinatpflanzen im Bastkorb
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Wann hat Spinat Saison?

Regionaler Spinat hat in Deutschland zwischen März und November Saison. Vor allem in Westdeutschland gibt es große Anbauflächen. Spinat ist eine einjährige Kultur, die jedes Jahr neu ausgesät werden muss.

Ein Spinatfeld zur Spinatsaison
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Welche Spinatsorten gibt es?

Die lange Saison des Spinats ist durch verschiedene Sorten erklärbar. Es gibt sowohl Frühlings– als auch Sommer-, Herbst- und Winterspinat. Vor allem im Frühling hat der Spinat zarte Blätter, die gerne als Babyspinat bezeichnet werden. Sie schmecken besonders mild. Spätere Sorten haben zunehmend größere und gröbere Blätter mit kräftiger Struktur und vollem Geschmack.

Spinat kommt als Blatt- oder Wurzelspinat in den Handel, je nachdem ob die einzelnen Blätter oder die ganzen Pflanzen geerntet werden. Wird er als Blattspinat geerntet, wächst der Spinat immer wieder nach und kann fortlaufend geerntet werden.

Spinatblätter auf weißem Hintergrund
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Spinat kaufen und lagern

Frischer Spinat ist ein ziemlich empfindliches Gemüse, vor allem die zarten Blätter des Babyspinats welken rasch. Im Kühlschrank locker in ein feuchtes Tuch eingeschlagen, bleiben sie bis zu zwei Tage lang frisch. Spinat, der mit der Wurzel geerntet wird, ist länger haltbar und kann bis zu zwei Wochen im Gemüsefach lagern. Das feine Gemüse sollte niemals zerdrückt werden. Der Verderb ist an schlaffen oder gelblichen Blättern und matschigen Stellen erkennbar.

Eine gute Möglichkeit, Spinat haltbar zu machen, ist das Einfrieren. Beim Einfrieren bleiben die tollen Nährstoffe fast vollständig erhalten. Wer Spinat selber einfrieren möchte, blanchiert die Blätter kurz in kochendem Salzwasser und schreckt sie dann kalt ab. Vor dem Einfrieren den Spinat gründlich abtropfen lassen. Tiefgekühlter Spinat ist rund zwölf Monate haltbar.

Spinatblätter auf einem Holzbrett
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Spinat in der Küche

Die zarten Blätter des Babyspinats schmecken mild, andere Sorten voller und kräftiger. Roh kann Spinat durch die enthaltene Oxalsäure eine leicht bittere Note haben. Meist kommt Spinat gegart auf den Tisch. Mit Spiegelei und Salzkartoffeln als klassischer Rahmspinat, in sahniger Spinat-Lachs-Lasagne mit einer knusprigen Käseschicht überbacken oder als herzhafte Quiche.

Das zarte Gemüse ist ziemlich wandelbar. Vor allem die jungen Blätter lassen sich auch als Salat zubereiten. Feinwürzig kombiniert als Salat mit Orangen und Quinoa sind sie eine echte Nährstoffbombe. Auch in einem grünen Smoothie macht Spinat eine ziemlich gute Figur.

Spinat mit Orangen, Babyspinat und Quinoa
Spinat mit Orangen, Babyspinat und Quinoa

Welche Nährstoffe stecken in Spinat?

Das grüne Blattgemüse ist ein wahrer Tausendsassa der Nährstoffe. Besonders berühmt hat ihn der Eisengehalt gemacht, der allerdings nicht ganz so sagenhaft hoch ist, wie früher angenommen. Dazu kommen Kalzium, Magnesium, Phosphor, Kalium, Jod und Folsäure. Bei den Vitaminen sind Vitamin C und Beta-Carotin zu nennen. Letzteres erfüllt eine wichtige Aufgaben beim Sehen. Die zahlreichen Antioxidantien aus Spinat sind unter anderem gut für den Zellschutz. Außerdem liefert das kalorienarme Gemüse gesunde Ballaststoffe.

Dazu enthält Spinat den Bitterstoff Oxalsäure, der als Kalziumräuber gilt. Daher ist es sinnvoll, Spinat mit kalziumreichen Milchprodukten zu kombinieren. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ist Oxalsäure aber in einer abwechslungsreichen Ernährung für gesunde Personen kein Problem.

Durchschnittliche Nährwerte je 100g
Kalorien 21 kcal
Fett 0,3 g
Kohlenhydrate 0,6 g
Ballaststoffe 2,6 g
Eiweiß 2,7 g

Unsere liebsten Spinat-Rezepte

Nun, da ihr alles Wissenswerte über Spinat gelesen habt, kann es ja ans Kochen gehen. In unserer Rezeptsammlung findet ihr zahlreiche Ideen mit Spinat. Schaut doch mal rein!

Saisonkalender für Gemüse

Viele weitere Infos über allerlei Gemüse findet ihr übrigens in unserer Einführung in die regionale und saisonale Ernährung. Und wenn ihr neben Spinat auch die Saisonzeiten anderer Salat- und Gemüsesorten erfahren wollt, dann ladet euch doch unseren Saisonkalender runter. Dort gibts frisches Gemüse satt!

 

Beitragsbild: TwilightArtPictures / stock.adobe.com

Autor:in

Porträt von Steffi Sinzenich

Julia Icking

Julia ist Diplom-Ökotrophologin und betreibt ein eigenes Text­büro mit dem Schwerpunkt Lebensmittel und Ernährung. Für unser Gaumenfreundin-Magazin schreibt sie zu allen Themen rund um Ernährung, eine gesunde Lebensweise und die Warenkunde von Lebensmitteln.

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