Seit die Lebensmittelpreise in den letzten Jahren immer weiter gestiegen sind, habe ich auf dem Blog unglaublich viele Anfragen für ein richtig günstiges Weihnachtsmenü bekommen. Und weißt du was? Ich kann das total verstehen! Schließlich wollen wir alle an den Feiertagen etwas Besonderes auf den Tisch bringen, ohne das eigene Budget neben Geschenken & Co. im Dezember komplett zu sprengen.
Darum habe ich dir hier ein festliches Menü zusammengestellt, das wunderbar schmeckt und gleichzeitig dein Budget schont. Mit saisonalen Zutaten, einfachen Rezepten und meinen smarten Spartipps gelingt dir ein günstiges Weihnachtsmenü mit Vorspeise, Hauptgericht und Dessert – für nur ca. 5 Euro pro Person!
Inhaltsverzeichnis
Meine Spar-Tipps zur Menü-Planung – festlich, aber günstig
Wenn ich ein Weihnachtsmenü plane, starte ich immer mit einem Blick auf die Zutaten und den roten Faden in der Menüfolge. Mit ein paar kleinen Stellschrauben kannst du auch bei Weihnachtsrezepten richtig sparen, ohne auf Genuss zu verzichten. So geht’s:
1. Fleischqualität vor Menge priorisieren
Ich setze lieber auf hochwertiges Fleisch oder Fisch in der Hauptspeise und starte mit einer günstigen vegetarischen Vorspeise. Suppen funktionieren hier wunderbar: Sie machen satt, sind günstig und lassen sich super weihnachtlich pimpen – zum Beispiel mit Zimt, Apfel oder Maronen.
2. Preisgünstige Teilstücke statt Luxus-Cuts
Keulen statt Filet, Gulasch statt großer Braten – günstige Teilstücke sind oft aromatischer und perfekt für gemütliche Wintergerichte. So bleibt sogar Budget für Fleisch in Bio-Qualität übrig.
3. Grundzutaten smart wählen
Die Wahl der Grundzutaten kann preislich einen riesigen Unterschied machen: Wähle Hähnchen statt Gans, Forelle statt Karpfen, Quark statt Mascarpone, Salzkartoffeln statt Klöße und Vanillearoma statt -schote – so kannst du bei der Auswahl des günsigenren Grundprodukts richtig sparen.
4. Mehrere günstige Beilagen anbieten
Mit reichlich Gemüse wie Kartoffelbeilagen, Rotkohl & Co. wirkt der Tisch bunt und festlich. Gleichzeitig kannst du die Fleischmenge pro Person reduzieren, ohne dass jemand etwas vermisst.
5. Saisonales Gemüse & Obst nutzen
Wintergemüse wie Kohl, Möhren, Pilze, Rote Bete oder Äpfel sind nicht nur günstig, sondern rund um Weihnachten auch richtig aromatisch. Perfekt, um sie vielfältig in deinem Menü einzusetzen.
6. Saisonale Zutaten durchs Menü ziehen
Ich liebe es, einen Sack Äpfel oder Orangen zu kaufen und als wiederkehrende Zutat in der Menüfolge einzubauen. Das spart Geld und sorgt für ein stimmiges Menü mit rotem Faden, in dem sich die einzelnen Gänge perfekt ergänzen. Je häufiger du eine Zutat verwendest, desto mehr sinken die Kosten – es wird günstiger pro Person und du verwertest alles.
7. Reste aus dem Advent verwerten
Plätzchenteller noch nicht geleert? Dann rein ins Dessert mit den Resten! Spekulatius werden zur Grundlage für knusprigen Crumble, Butterplätzchen zum easy Topping für Desserts im Glas und übrige Lebkuchen zu Schichten im Tiramisu. Egal, ob selbst gebacken oder nicht – die Weihnachtsaromen gibt’s so gratis.
8. Vorräte nutzen
Bevor ich einkaufen gehe, schaue ich immer in meinen Vorratsschrank: Haferflocken, Getreide, Gewürze – vieles musst du nicht extra kaufen. So werden z.B. aus ein paar Scheiben Toast oder Brot, das eh noch weg muss, schnelle Knusper-Croûtons für die Suppe.
9. Produkte aus Glas oder TK verfeinern
Fertiger Rotkohl oder Tiefkühlgemüse spart Zeit und Geld. Die Basis ist günstig, das Finish kommt von dir: Ein bisschen Apfel, Butter und Gewürze dazu – schon schmeckt der verfeinerte Rotkohl aus dem Glas wie hausgemacht. Fürs Dessert kannst du zu TK-Beeren greifen, die sind im Winter günstiger als frische Beeren.
Meine Spar-Tipps zum Einkauf für dein günstiges Weihnachtsmenü
Auch beim Einkauf selbst kannst du an Weihnachten sparen, wenn du auf ein paar Dinge achtest und die Lebensmittel für dein Menü bewusst auswählst:
1. Nur mit Einkaufsliste losziehen
Plane konkret, was und welche Menge du wovon brauchst. So vermeidest du spontane (und teure) Extras im Wagen und kaufst wirklich nur das, was du benötigst.
2. Prospekte & Angebote checken
Gerade vor Weihnachten gibt es tolle Rabatte – besonders bei Fleisch und Fisch. Mein Tipp: Gutes Fleisch ruhig früher im Angebot kaufen und einfrieren.
3. Eigenmarken statt Markenprodukte einpacken
Ich greife super oft zu Eigenmarken. Die Qualität ist top, und der Preis im Vergleich pro 100 g macht einen riesigen Unterschied im Gesamtbudget. Gerade bei Basiszutaten wie Rotkohl, Butter, Mehl, Zucker, Brühe und Sahne lohnt sich das.
Mein günstiges Weihnachtsmenü
Nach all den Spartipps möchte ich dir natürlich auch zeigen, wie ein festliches, preisbewusstes Weihnachtsmenü ganz praktisch aussehen kann. Ich habe mich (wie immer!) bewusst für drei unkomplizierte Gänge entschieden, die sich wunderbar ergänzen und mit saisonalen Zutaten auskommen.



- Los geht’s mit einer wärmenden, winterlichen Maronensuppe mit Bratapfel und Toast-Stern-Croûtons, die du super günstig zubereiten kannst.
- Im Hauptgang setze ich auf zartes Hähnchen mit einfachen Ofenknödeln, Apfel und Zwiebel – ein richtiges Wohlfühlgericht, das sich ohne viel Aufwand quasi nebenbei im Ofen backt und zusammen mit verfeinertem Rotkohl aus dem Glas auf dem Teller richtig was her macht.
- Zum Abschluss gibt’s knusprigen Spekulatius-Crumble mit Apfel, der perfekt zur Adventszeit passt und den du prima aus Plätzchenresten zaubern kannst.
- Als roter Faden zieht sich der Apfel durchs Menü – davon kannst du direkt einen großen Sack günstig kaufen, der komplett im Menü verwertet wird.
So wird dein Weihnachtsmenü nicht nur lecker und festlich, sondern mit nur knapp 5 Euro pro Person auch herrlich budgetfreundlich. Das willst du auch auftischen? Dann kommen hier die 3 Gänge zum Nachkochen:

Vorspeise

Maronensuppe mit Bratapfel
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- 1 Apfel
- 1 Zwiebel
- 200 g Schlagsahne
- 1 EL Butter
- 1 Prise Zimt
- 400 g Maronen - geschält
- 600 ml Hühnerbrühe - oder Gemüsebrühe
- Salz und Pfeffer
- 2 Scheiben Toast - oder altes Brot
- Thymian - optional
Zubereitung
- Apfel schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel fein hacken. 100 g der Sahne steif schlagen und beiseite stellen.1 Apfel, 1 Zwiebel, 200 g Schlagsahne
- Butter in einem Topf erhitzen. Die Apfelwürfel darin kurz dünsten, mit etwas Zimt würzen und aus dem Topf nehmen.1 EL Butter, 1 Prise Zimt
- Die Zwiebel im gleichen Topf glasig anschwitzen.Maronen und Brühe zugeben, aufkochen und bei mittlerer Hitze 20 Minuten köcheln lassen. Anschließend die Suppe fein pürieren. Die restlichen 100 g Sahne einrühren und die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken.400 g Maronen, 600 ml Hühnerbrühe, Salz und Pfeffer
- Toastscheiben toasten und mit einem Plätzchenausstecher Sterne ausstechen.2 Scheiben Toast
- Die Maronensuppe in Schüsseln füllen und mit Bratapfelwürfeln, Toast-Sternen und geschlagener Sahne garnieren. Optional mit etwas Thymian verfeinern.Thymian
Nährwerte pro Portion (ca.)
Hauptspeise

Hähnchenkeulen mit Ofen-Knödeln
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- 4-6 Hähnchenkeulen
- 3 EL Butter - 2 EL fürs Hähnchen, 1 EL für die Knödel
- 1 TL Paprikapulver edelsüß
- Salz und Pfeffer
- 2 Zwiebeln
- 1 Apfel
- 150 ml Hühnerbrühe - oder Gemüsebrühe
- 1 Pck Kloßteig Halb und Halb - aus dem Kühlregal (750 g)
- 1 Glas Rotkohl
- Thymian - optional
Zubereitung
- Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
- Die Hähnchenkeulen mit 2 EL Butter bestreichen und mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen. Zwiebeln in Spalten schneiden. Den Apfel entkernen und ebenfalls in Spalten schneiden.4-6 Hähnchenkeulen, 3 EL Butter, 1 TL Paprikapulver edelsüß, Salz und Pfeffer, 2 Zwiebeln, 1 Apfel
- Hähnchenkeulen, Zwiebeln und Äpfel in eine große, flache Auflaufform oder auf ein tiefes, eingefettetes Backblech geben. Brühe darüber gießen.150 ml Hühnerbrühe
- Aus dem Kloßteig ca. 20 kleine Knödel formen, diese mit Butter bestreichen und rund um die restlichen Zutaten verteilen.1 Pck Kloßteig Halb und Halb
- Alles 50-60 Minuten im Ofen backen, bis die Hähnchenkeulen schön knusprig und die Knödel leicht gebräunt sind.
- Währenddessen den Rotkohl in einem Topf erwärmen. Hähnchenkeulen mit Knödeln, Apfel-Zwiebel-Mix und Rotkohl anrichten. Optional mit Thymian garnieren.1 Glas Rotkohl, Thymian
Nährwerte pro Portion (ca.)
Dessert

Spekulatius-Crumble
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- 6 Äpfel
- 1 TL Zimt
- 120 g Spekulatius
- 150 g Butter
- 120 g Mehl
- 60 g Zucker
Zubereitung
- Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
- Äpfel schälen, in Würfel schneiden und in eine Auflaufform geben und mit Zimt mischen.6 Äpfel, 1 TL Zimt
- Spekulatius in einem Gefrierbeutel zerdrücken. Butter in kleine Stücke schneiden. Spekulatius, Butter, Mehl und Zucker miteinander zu Streuseln verkneten. Die Streusel gleichmäßig über den Äpfeln verteilen.120 g Spekulatius, 150 g Butter, 120 g Mehl, 60 g Zucker
- Spekulatius-Crumble 30 Minuten backen, bis die Streusel knusprig und goldbraun sind.
Rezeptsammlungen









Maria
21. Dez. 2025 um 16:49 Uhr
Wow wow wow! Ich bin sehr begeistert Steffi! Das wird auf jeden Fall nachgekocht. Richtig leckere Ideen!
Freut mich!
Miriam
20. Dez. 2025 um 07:55 Uhr
Wow, Danke dafür! Lebensmittel werden immer teurer, da kommt das tolle Menü wie gerufen. Alles genau mein Geschmack. Schöne Weihnachten!
Ja das stimmt, Miriam. Ich wünsch dir ganz viel Freude beim Kochen und hoffe, mein Menü schmeckt dir so gut wie mir :)
Ines
19. Dez. 2025 um 18:02 Uhr
So klasse!!! Ich find alle Rezepte super und probiere sie aus
Das freut mich riesig, liebe Ines :)