Soljanka ist ein echter Suppen-Klassiker – würzig, leicht säuerlich und wunderbar sättigend! Kein Wunder also, dass super viele von euch auch hier auf dem Blog so oft nach einem Soljanka-Rezept gesucht haben. Bisher vergeblich, aber damit ist nun Schluss! Ihr habe es euch gewünscht und ich hab das DDR-Kultrezept für euch gekocht und muss sagen: Ja, Ich kann euch absolut verstehen! Mit Würstchen, Letscho, sauren Gurken und ganz viel Geschmack wird Soljanka ab sofort auch bei uns zum neuen Familieneintopf!
Inhaltsverzeichnis

Soljanka nach DDR-Rezept
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- 1 kg Wurst oder Fleisch - (ich nehme Fleischwurst, Wiener Würstchen, Speckwürfel, Kassler und Mettwürstchen)
- 200 g Zwiebeln
- 3 Knoblauchzehen
- 100 g Gewürzgurken - mit 100 ml Gurkenwasser
- 2 EL Rapsöl
- 4 EL Tomatenmark
- 3 TL Paprikapulver edelsüß
- 2 Gläser Letscho - á 680 g
- 800 ml Fleischbrühe
- Salz und Pfeffer
- 100 g Schmand - zum Servieren
Zubereitung
- Wurst und Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebeln und Knoblauch klein hacken. Gurken in Würfel schneiden.1 kg Wurst oder Fleisch, 100 g Gewürzgurken, 200 g Zwiebeln, 3 Knoblauchzehen
- Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch bei mittlerer Hitze dünsten. Wurst und Fleisch zugeben und 5 Minuten braten. Tomatenmark und Paprikapulver unterheben und kurz rösten.2 EL Rapsöl, 4 EL Tomatenmark, 3 TL Paprikapulver edelsüß
- Letscho, Fleischbrühe und Gurken zugeben, aufkochen und 20 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Nach und nach das Gurkenwasser zugeben.2 Gläser Letscho, 800 ml Fleischbrühe
- Soljanka mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Schmand servieren.Salz und Pfeffer, 100 g Schmand
Steffis Tipps
Nährwerte pro Portion (ca.)
Dann entdecke ab hier weitere wertvolle Tipps zum Rezept und seinen Zutaten.
Was ist Soljanka?
Soljanka ist eine säuerlich-pikante Suppe aus der osteuropäischen Küche – ursprünglich aus Russland und der Ukraine. Klassisch wird sie mit Wurst, Fleisch oder Fisch sowie Paprika zubereitet und mit sauren Gurken abgeschmeckt. Früher hieß sie auch Seljanka – vom russischen Wort für „ländlich“ oder „Dorf“. Sie war also schon immer ein sehr bodenständiges Gericht aus einfachen Zutaten, die man gerade im Haus hatte.
Von Osteuropa aus wurde die traditionelle Soljanka auch in der damaligen DDR schnell zum echten Lieblingsgericht – in Kantinen, Restaurants und zu Hause. Kein wunder also, dass so viele von euch sich auch hier auf dem Blog ein Soljanka-Rezept von mir gewünscht haben.
Und ja, ich verstehe den Kult absolut. Ähnlich wie mein Bauerntopf und meine Mitternachtssuppe ist Soljanka herrlich unkompliziert: Alles kommt in einen Topf, darf kurz köcheln und schon steht ein aromatisches, sättigendes Essen auf dem Tisch. Genau das Richtige, wenn’s schnell gehen und deftig schmecken soll!

Diese Hauptzutaten gehören in meine Soljanka nach DDR-Rezept
Für meine einfache, originale Soljanka brauchst du nur wenige Grundzutaten – viele davon hast du bestimmt schon zu Hause. Dann kannst du auch prima ein deftiges „Resteessen“ draus machen:
- Wurst & Fleisch: Ich nehme gern Fleischwurst oder Wiener Würstchen, Speckwürfel, Kassler und Mettwürstchen oder was der Kühlschrank noch hergibt – perfekt, um Wurstreste zu verwerten.
- Letscho: Ein traditioneller süß-saurer Mix aus geschmorter Paprika, Tomaten und Zwiebeln aus der ungarischen Küche. Ich verwende fertiges Letscho aus dem Glas – das spart Zeit.
- Zwiebeln & Knoblauch: Für die herzhafte Basis ein Muss!
- Gewürzgurken & Gurkenwasser: Für den typisch säuerlichen Soljanka-Geschmack.
- Gewürze: Paprikapulver (edelsüß & geräuchert) und Tomatenmark sorgen für Farbe und Geschmack.
- Schmand: Zum Verfeinern und für eine cremige Konsistenz.
Letscho gibt es von vielen Eigenmarken im Supermarkt – ich bin z.B. im Kaufland fündig geworden. Hast du trotzdem kein Letscho bekommen? Dann kannst du einfach mein Rezept für einfache Paprikasoße als Ersatz nehmen. Fertig ist dein schnelles Homemade-Letscho!
Soljanka selber machen: Meine Zubereitungstipps
Damit deine Soljanka richtig aromatisch, süß-sauer und schön rund im Geschmack wird, habe ich hier noch meine besten Tipps zum Würzen und Abschmecken für dich gesammelt:
- Langsam köcheln: Durch sanftes Köcheln bei niedriger Temperatur wird das Fleisch zart und die Suppe besonders aromatisch. Je mehr Zeit du deiner Soljanka gibst, desto tiefer der Geschmack.
- Säure anpassen: Die saure Note kommt von den Gurken und etwas Gurkenwasser – gib beides nach und nach dazu und schmeck alles ab, bis es für dich perfekt passt.
- Schärfe anpassen: Je nach verwendetem Letscho variiert die Schärfe. Einige Mischungen sind scharf, andere gar nicht. Würze am Ende einfach nach deinem Geschmack mit Paprika oder Chili nach.
- Wurstsorten anpassen: Wenn du es besonders deftig magst, verwende auf jeden Fall (reichlich) Mettwüstchen für deine Soljanka. Die geben einen richtig schön herzhaften Geschmack.
- Beilage: Für alle mit großem Hunger kannst du noch ein bisschen Reis kochen und dazu servieren.


Soljanka Rezept von Oma einfach abwandeln – leckere Varianten
Ob mit Fleisch, Fisch oder ganz ohne – bei traditionellen Gerichten hat jede Oma hat immer ihr eigenes Geheimrezept. Das gilt natürlich auch für Soljanka. Aber das tolle an Suppen und Eintöpfen ist ja, dass sie sich wunderbar nach eigenem Geschmack anpassen lassen. Hier ein paar Ideen für gängige Varianten:
- Vegetarisch: Mit Gemüsebrühe und Räuchertofu statt Wurst.
- Mit Fisch: Klassisch als Fischsoljanka, z.B. mit Seelachs oder Kabeljau.
- Mit Hackfleisch: Für alle, die’s besonders deftig mögen.
- Mit Sauerkraut: Kein Muss, aber als Extra-Zutat super lecker! Mein Mann Marc liebt diese Variante.
Soljanka aufbewahren – so klappt’s
Soljanka ist perfekt zum Vorbereiten! Im Kühlschrank hält sie sich 2–3 Tage und schmeckt am nächsten Tag, wie fast alle Suppen und Eintöpfe, sogar noch besser. Du kannst sie außerdem portionsweise einfrieren – so hast du immer eine wärmende Mahlzeit griffbereit.
Rezeptsammlungen









DirkNB
21. Nov. 2025 um 23:24 Uhr
Schönes Rezept. Aber es gibt nicht DAS Soljankarezept. Soljanka ist eine Gemüsesuppe, die gern zur Resteverwertung genutzt wird. Dabei kann auch mal etwas Fleisch oder Wurst drin sein, die Basis ist das aber nicht. Es gibt übrigens eine Sommer- und eine Wintervariante, wenn man die Grundlagen unterscheiden möchte. Die Wintervariante enthält einfach mehr sauer eingelegtes Gemüse, was in der Sommervariante nicht nötig ist, da Gemüse frisch zur Verfügung steht.
Vielen lieben Dank für deine Rückmeldung, Dirkt! Da hast du absolut recht – „die eine Soljanka“ gibt es eigentlich nicht, und jede Region und fast jede Familie hat ihre ganz eigene Variante. Genau das macht das Gericht ja so spannend! Deine Erläuterung mit Sommer- und Wintervariante finde ich super interessant und total einleuchtend. Am Ende ist Soljanka eben ein wunderbares „Mach-was-du-hast“-Essen – und genau dafür lieben wir sie doch alle, oder? Danke fürs Teilen deines Wissens und ganz liebe Grüße, Steffi