Bei der Recherche nach neuen Ideen für übrig gebliebenen Kartoffelbrei bin ich auf Llapingachos gestoßen. Die knusprigen Kartoffeltaler mit Käse sahen so lecker aus, dass ich sie direkt ausprobieren musste. Für mein einfaches Rezept brauchst du nur wenige Zutaten, die du eh zuhause hast. Oder du verwertest Reste vom Vortag – als vegetarisches Hauptgericht, Beilage oder Snack für die ganze Familie.
Inhaltsverzeichnis

Llapingachos – Kartoffeltaler mit Käse
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- 1 Zwiebel
- 3 Knoblauchzehen
- 2 Eigelb
- 1 kg Kartoffeln - mehligkochend
- 1/2 TL Kreuzkümmel - gemahlen
- 1 TL Paprikapulver edelsüß
- 30 g Mehl
- 100 g Geriebener Käse - z.B. Mozzarella, Gouda
- Salz und Pfeffer
- Öl zum Braten - z.B. Rapsöl
Zubereitung
- Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und beides dünsten.
- Kartoffeln schälen, grob zerkleinern, in Salzwasser kochen und kurz etwas abkühlen lassen. Kartoffeln zerstampfen und mit Zwiebeln, Knoblauch, Eigelben, Kreuzkümmel, Paprikapulver und der Hälfte des Mehls vermengen. Das restliche Mehl nach und nach zugeben, bis ein formbarer Teig entsteht, der nicht mehr klebt.
- Für die Taler etwas Teig in der Hand zu einer Kugel formen und flach drücken. Etwas Käse in die Mitte geben, mit weiterem Teig verschließen und einen flachen Taler formen. Mit dem restlichen Teig und Käse genauso verfahren.
- Öl in einer Pfanne erhitzen und die Kartoffeltaler portionsweise bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun ausbacken. Das dauert etwa 4-5 Minuten pro Seite.
- Die fertigen Llapingachos auf Küchenpapier abtropfen lassen und bis zum Servieren bei 100 Grad Ober- und Unterhitze im Ofen warmhalten.
Steffis Tipps
Dann entdecke ab hier weitere wertvolle Tipps zum Rezept und seinen Zutaten.
Was sind Llapingachos?
Llapingachos sind gefüllte Kartoffeltaler aus Ecuador. Sie erinnern ein bisschen an Kartoffelpuffer, sind aber dicker und fluffiger, eher wie eine Art „Kartoffel-Pancakes“. Traditionell werden sie aus gekochten, gestampften Kartoffeln geformt, mit Käse gefüllt und anschließend knusprig ausgebacken. In Ecuador werden sie oft mit Spiegelei, Erdnusssauce und Salat serviert – so habe ich sie auch gegessen.
Warum du die Kartoffel-Käse-Taler unbedingt probieren musst
Wenn du einfache Kartoffelgerichte so gerne magst, wie ich, wirst du Llapingachos lieben. Hier die 5 Gründe, warum mein Mann, mein Sohn und ich sie ab jetzt auf jeden Fall öfter machen wollen:
- Es braucht nur wenige Zutaten oder Reste, die du im Vorrat oder übrig hast
- Sie werden außen knusprig und innen herrlich käsig
- Sie sind im Alltag schnell & einfach gemacht
- Sie sind familienfreundlich – Kartoffeln gehen einfach immer
- Sie eigenen sich ideal als Beilage oder vegetarisches Hauptgericht
Für mich gehören Llapingachos ganz klar zu den spannendsten und leckersten Kartoffel-Rezepten für jeden Tag, die ich in letzter Zeit ausprobiert habe.


Welche Kartoffeln eignen sich für die Kartoffeltaler?
Für die fluffigen Kartoffeltaler verwende ich mehligkochende Kartoffeln, wie für Kartoffelpüree. Sie enthalten mehr Stärke und lassen sich nach dem Kochen besonders gut zerdrücken. So entsteht eine kompakte Kartoffelmasse, die sich einfach formen und füllen lässt.
Meine 7 Tipps für perfekte Kartoffeltaler – innen fluffig, außen knusprig
Llapingachos sind super einfach gemacht. Mit ein paar kleinen Tricks werden die Kartoffeltaler aber besonders knusprig und bleiben beim Braten schön in Form. So mache ich es immer:
- Kartoffeln nach dem Kochen gut ausdampfen lassen – so wirst du überschüssige Feuchtigkeit einfach los und die Masse wird kompakter. Noch mehr Tipps zum Kartoffeln kochen verrate ich dir hier.
- Kartoffeln gründlich stampfen und auskühlen lassen – so lassen sie sich am besten formen und werden schön fluffig. Ich befeuchte meine Hände zum Formen leicht mit Wasser, dann klappt’s noch besser.
- Käse vollständig mit Kartoffelteig umschließen – so läuft er beim Braten nicht aus.
- Pfanne vor dem Braten gut vorheizen, damit die Taler das Fett nicht aufsaugen. Bei mittlerer Hitze braten, damit sie nicht verbrennen.
- Erst wenden, wenn die Unterseite schön goldbraun ist. Nicht zu häufig drehen – so entstehen die besten Röstaromen.
- Taler portionsweise braten, damit die Pfanne nicht zu voll wird.
- Auf Küchenpapier abtropfen lassen, um überschüssiges Fett loszuwerden.

Kartoffeltaler aus Kartoffelbrei – so mache ich Llapingachos noch einfacher
Um noch ein bisschen Zeit und Aufwand zu sparen, habe ich noch zwei kleine Alltags-Tricks für dich, die ich gerne nutze:
- Resteverwertung: Wenn noch Kartoffelbrei übrig ist, kannst du daraus ganz unkompliziert Llapingachos machen. Das spart Zeit und ist eine tolle Möglichkeit Kartoffelbrei vom Vortag zu verwerten – wie bei meinem Kartoffelpüree-Auflauf.
- Noch einfacher: Du kannst den Käse auch direkt mit in den Teig einarbeiten, statt die Kartoffeltaler zu füllen – so wird er außen leicht knusprig mit angebraten und schmilzt innen. Eine schnelle Variante für den Feierabend.
Was passt zu Llapingachos? So esse ich die Kartoffeltaler am liebsten!
Llapingachos lassen sich vielseitig kombinieren. Am liebsten esse ich sie mit den typisch ecuadorianischen Beilagen. Aber auch mit einem frischen Salat und Dip schmecken die Kartoffel-Käse-Talern richtig gut. Meine Favoriten:
- Traditionelle Beilagen in Ecuador: Spiegelei und Erdnusssauce
- Dip: Avocado-Dip, Joghurt-Dip oder Kräuterquark
- Salat: Tomatensalat, Gurkensalat oder Beilagensalat
Rezeptsammlungen