Zugegeben, ich war erst skeptisch, Berliner selber zu machen. Doch weil Tom sie sich gewünscht hat, habe ich es gewagt. Und weißt du was? Ich bin so froh, mich getraut zu haben! Das Backen geht total einfach und mit meinem Rezept werden sie superfluffig, weich und goldbraun – eben so wie vom Bäcker. Also schnapp dir meine Anleitung mit allen Tipps und mach deine Berliner selber.
Inhaltsverzeichnis

Berliner selber machen
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Der Teig sollte vor dem Backen 1,5 Stunden ruhen.
Zutaten für den Teig:
- 500 g Mehl
- 5 g Trockenhefe
- 1 EL Zucker
- 300 ml Milch
- 1/2 TL Salz
- 50 g Butter
- 1 Ei + 1 Eigelb
Weitere Zutaten:
- 1 L Sonnenblumenöl - zum Frittieren
- 100 g Zucker
- 250 g Erdbeermarmelade
- 50 g Puderzucker
Zubereitung
- Mehl, Trockenhefe, Zucker und Milch verrühren und 15 Minuten quellen lassen. Salz, Butter, Ei und Eigelb mit dem Mixer unterkneten. Teig mit einem Küchentuch abdecken und bei Zimmertemperatur 45 Minuten ruhen lassen.500 g Mehl, 5 g Trockenhefe, 1 EL Zucker, 300 ml Milch, 1/2 TL Salz, 50 g Butter, 1 Ei + 1 Eigelb
- Teig auf eine Arbeitsfläche geben, in 16 gleich große Stücke teilen und mit kreisenden Bewegungen zu runden Kugeln formen. Hände und Arbeitsfläche leicht einölen, so lässt sich der Teig leichter verarbeiten. 2 Bögen Backpapier zu 16 kleinen Rechtecken schneiden. Die Teiglinge darauf legen und abgedeckt nochmal 45 Minuten gehen lassen.
- Öl in einem großen Topf auf 170 Grad erhitzen. Die Teiglinge mithilfe des Backpapiers mit einer Schaumkelle aufnehmen und darauf ins heiße Fett gleiten lassen. Das Backpapier aus dem Fett nehmen und die Berliner von jeder Seite etwa 5 Minuten goldbraun backen. Berliner rausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.1 L Sonnenblumenöl
- Zucker in eine Schüssel geben und die warmen Berliner von beiden Seiten darin wenden.100 g Zucker
- Erdbeermarmelade in einen Spritzbeutel füllen und die Berliner damit befüllen. Die fertigen Berliner mit Puderzucker bestäuben.250 g Erdbeermarmelade, 50 g Puderzucker
Nährwerte pro Portion (ca.)
Dann entdecke ab hier weitere wertvolle Tipps zum Rezept und seinen Zutaten.
Meine 7 goldenen Tipps, wie du fluffige Berliner einfach selber machen kannst
Hätte ich gewusst, dass sich Berliner so einfach selber machen lassen, hätte ich mich schon viel früher an den Klassiker gewagt. Du hast noch kleine Zweifel? Die nehme ich dir! Ich habe mein Rezept mehrfach getestet, daran getüftelt und verfeinert – hier kommen meine allerbesten Tipps für dich, damit dir deine Berliner immer gelingen.
- Den Hefeteig kräftig kneten und an einem warmen Ort ruhen lassen. Das kurbelt die Aktivität der Hefe an und der Teig wird schön saftig und geht fluffig auf.
- Hände und Arbeitsfläche leicht einölen, bevor du den Teig weiter verarbeitest. Damit lässt er sich einfacher in Form bringen und bleibt nirgends kleben.
- Den Teig in möglichst gleich große Stücke portionieren und zu Kugeln formen. Haben alle Teiglinge die gleiche Größe, garen sie im Fett gleich lang.
- Zum Ausbacken einen großen Topf oder eine große Pfanne mit hohem Rand verwenden, damit die Teiglinge genügend Platz zum Schwimmen haben.
- Die Berliner bei 170 °C pro Seite 5 Minuten in heißem Fett ausbacken. Wichtig hier: Immer nur wenige Teiglinge gleichzeitig ausbacken, damit das Öl nicht zu sehr abkühlt.
- Die fertigen Berliner kurz abkühlen lassen und noch warm in Zucker wenden, damit dieser gut haftet. So mache ich es bei meinen Quarkbällchen auch immer.
- Zum Füllen am besten einen Spritzbeutel mit dünner Lochtülle (ca. 7 mm) nehmen. Ich mag die klassische Füllung mit roter Marmelade aus Erdbeeren oder Himbeeren total gerne.


Mit welchem Teig werden Berliner luftig, weich und locker?
Für typische Berliner braucht es einen fluffigen Hefeteig aus Mehl, Milch, Zucker, Butter, Eier, Salz und natürlich Hefe. Ich habe Trockenhefe genommen, weil ich diese noch im Haus hatte. Natürlich klappt das Rezept für meine Berliner aber auch mit frischer Hefe.
1 Päckchen Trockenhefe mit 7 g Inhalt entspricht etwa einem halben Würfel frischer Hefe. Als grobe Faustregel zum Umrechnen lässt sich also sagen, dass 1 g Trockenhefe ca. 3 g frischer Hefe entspricht.
Damit der Teig auch garantiert locker und fluffig aufgeht, halte ich mich immer an diese 3 Details:
- Hefe mit Mehl, Milch und Zucker verrühren und 15 Minuten quellen lassen. Das verleiht der Hefe einen kleinen Booster und sie beginnt mit der Arbeit.
- Den Hefeteig ca. 5 Minuten kräftig kneten. Wenn du eine Küchenmaschine hast, würde ich sie als Unterstützung nutzen. Auch das zahlt auf die Aktivität der Hefe ein und sorgt dafür, dass ein stabiles und geschmeidiges Teiggerüst entsteht, was später die entstehenden Gasbläschen sicher festhält. Ein Knackpunkt für wirklich fluffige, lockere Berliner!
- Den Hefeteig zweimal an einem warmen Ort ruhen lassen. Einmal vor dem Formen und einmal danach. Dadurch sind die Berliner am Ende wirklich saftig und locker. Ich stelle die Schüssel mit Teig im Winter gerne neben die Heizung. Da wir Berliner gerne an Silvester oder Karneval essen, passt das mit dem Heizen zusammen. Alternativ kannst du die Schüssel auch in den Ofen stellen und nur das Licht anschalten.

Berliner richtig (aus)backen – wie gelingen sie goldbraun und fluffig, ohne sich mit Öl vollzusaugen?
Dir bereitet das Ausbacken im heißen Fett etwas Kopfzerbrechen? Verstehe ich gut. Mich hat es zuvor auch davon abgehalten, klassische Berliner selber zu machen. Total unbegründet, wie sich gezeigt hat! Auch das geht wirklich ganz einfach und vor allem gelingsicher, wenn du dich an meine Tipps hältst. Das A und O hier: Ein großer Topf, die richtige Öltemperatur und etwas Geduld. Aber hier noch einmal genauer:
- Einen großen Topf oder eine große Pfanne mit hohem Rand nutzen. Die Berliner sollen schwimmend ausbacken und brauchen etwas Platz dafür.
- Das Fett sanft erhitzen, bis es 170 °C erreicht. Erst dann die Teiglinge hineingeben, sonst saugen sie sich mit dem Öl voll. Ob die Temperatur stimmt, teste ich mit einem Holzstäbchen. Dieses einfach ins heiße Öl tauchen – steigen daran kleine Bläschen hoch, ist das Öl heiß genug.
- Immer nur 2-3 Teiglinge gleichzeitig ins heiße Öl geben, sonst fällt die Temperatur zu schnell ab. Auch das kann dazu führen, dass sich die Berliner mit dem Öl vollsaugen.
- Die Berliner pro Seite ca. 5 Minuten backen. Sobald eine Seite goldbraun ist, kannst du sie mit 2 Löffeln wenden. Ganz typisch ist übrigens der helle Teigstreifen in der Mitte.
Die fertigen Berliner am besten auf einem Kuchengitter mit Küchenpapier abtropfen lassen. Wer übrigens nach einer fettärmeren Variante sucht, der kann auch mal meine Ofenberliner ausprobieren.
So einfach lassen sich selbst gemachte Berliner füllen
Fehlt nur noch der letzte Teil beim Selbermachen – das Füllen der Berliner. Aber welche Füllungen schmecken am besten? Und wie kommen sie überhaupt ins Gebäck? Ich zeig’s ausprobiert und für dich aufgeschrieben.
Wie kommt die Füllung in die Berliner?
Am einfachsten geht das Füllen, wenn der Berliner noch etwas lauwarm ist. Dafür nehme ich einen Spritzbeutel mit langer, runder Tülle (ca. 7 mm). Damit klappt es für mich am zuverlässigsten und wirklich kinderleicht. Wenn du keinen Spritzbeutel hast, kannst du auch einen Gefrierbeutel umfunktionieren. So geht’s:
- Mit dem Gabelstiel einen kleinen Hohlraum bis zur Mitte des Berliners stechen.
- Die Füllung in den Gefrierbeutel geben und eine kleine Ecke des Beutels abschneiden.
- Die Füllung in den Berliner drücken.
Diese 4 Füllungen sind meine Favoriten!
Ganz klassisch ist die rote Marmeladenfüllung aus Erdbeer- oder Himbeeren. Das ist auch eine meiner Favoriten. Mein Tipp für dich: Am besten zu einem fein passierten Fruchtaufstrich greifen, damit die Spritztülle nicht verstopft.
Welche Füllungen ich noch mag?
- Nuss-Nougat – die liebt mein Sohn Tom auch und ist natürlich bei Kindern sehr beliebt.
- Vanillecreme
- Eierlikörcreme – die passt auch zu Ostern
Weitere Fragen rund um selbst gemachte Berliner
Kann ich Berliner auch mit Zuckerguss statt einer Zuckerkruste überziehen?
Statt die selbst gemachten Berliner in Zucker zu wälzen, kannst du sie natürlich auch mit Zuckerguss oder Schokolade überziehen. Das Schöne hier: Der Zuckerguss lässt sich bunt einfärben.
Dafür 125 g Puderzucker mit 2-3 EL Milch zu einem deckenden Guss verrühren. Optional ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe oder Aroma hinzugeben. Anschließend die ausgekühlten Berliner damit bestreichen.
Wie sagst du dazu – Berliner oder Krapfen?
Ich kenne das süße Gebäck unter dem Namen Berliner, aber in anderen Regionen sind sie unter ganz anderen Namen bekannt. Ob Krapfen oder Kreppel, gemeint ist immer das gleiche: goldbraune, fluffige Bällchen mit fruchtiger Füllung und Zuckermantel.
- Krapfen: Der Name ist vor allem im Süden von Deutschland verbreitet, wie in Bayern und auch in Österreich. Hier ist das Gebäck oft mit Aprikosenkonfitüre gefüllt.
- Pfannkuchen: So heißt das Gebäck in großen Teilen Ostdeutschlands, insbesondere in Berlin.
- Kreppel: In Hessen, dem Sauerland, im Ruhrgebiet und am Niederrhein heißen die Hefebällchen Kreppel oder auch Kräppel.
- Berliner: Diese Bezeichnung findest du vor allem im Rheinland und in großen Teilen Norddeutschlands. Gefüllt werden die Berliner hier meist mit Erdbeer- oder Himbeerkonfitüre.
Rezeptsammlungen









Dona
19. März 2026 um 19:21 Uhr
Super
Danke sehr lecker
Sehr gern.
Sehr gern.
Olaf
5. März 2026 um 16:12 Uhr
Lecker
Mega!
Petra
16. Feb. 2026 um 16:02 Uhr
Das Rezept ist super danke dafür
Freut mich!
Ruth
10. Feb. 2026 um 16:32 Uhr
Sehr gutes Rezept. Sofort gelungen und die Zeit lohnt sich! Alaaf!
Gefällt mir!
Momika
7. Juli 2025 um 17:06 Uhr
Ich habe immer noch den tollen Genuß von meiner Oma ihren Berlinern im Gedächtnis, aus den 1960ziger Jahren.
Dieses Rezept mußte ich gleich ausprobieren und es ist lecker.
LG Monika
Das freut mich riesig, liebe Monika!
Ully
4. Mai 2025 um 14:55 Uhr
Was ich noch hinzufügen möchte bei wieviel
Grad C brachts Du die Berliner oder wieman bei uns in Unterfranken sagt Krafen aus
Dankeschön für Deine Mühe
Bis bald Ulli
Ulli
4. Mai 2025 um 14:47 Uhr
Seit einigen Tagen habe ich deine Homepage
für mich entdeckt und ich habe schn nach kurzer Zeit einige Rezepte gefunden die ich mit 100% ausprobiert und meine Familie und Freunde zum Grillen und zum Essen Eingeladen kann.und ich entdecke immer wieder neue Rezepte.
Darf ich denn auch nicht Deine Ausdrucken.
Über eine positive Rückmeldung freue ich mich sehr.
liebe Grüße Ulli
Hallo Ulli, ich freu mich sehr über deine netten Worte. So schön, dass dir mein Blog so gut gefällt :) Natürlich darfst du meine Rezepte ausdrucken. Den Button dazu findest du in der Rezeptkarte. Viele Grüße, Steffi