Champignons – gut behütet durchs Jahr

Champignons – wie alle Pilze – sind eigentlich gar kein Gemüse, da sie in der Botanik zu einer eigenen Gruppe gehören. Tatsächlich schmecken sie uns so gut, dass sie einen festen Platz auf unserem Teller haben. Meist sind Champignons klein und handlich, manchmal wachsen sie zu wahren Riesen heran. Ihr feiner Geschmack ist in der Küche gerne gesehen und außerdem sind sie eine tolle Nährstoffquelle.

Wiesenchampignon
Wiesenchampignon – Bild: PHILETDOM / stock.adobe.com

Wann haben Champignons Saison?

Kulturchampignons wachsen in speziellen Tunnelanlagen, in denen das Klima per Computer exakt gesteuert wird. Daher sind sie das ganze Jahr über verfügbar. Sie wachsen auf Strohböden bis zur gewünschten Größe heran, um dann von Hand geerntet zu werden. Dabei können sie direkt nach Größe und Qualität sortiert werden.

In freier Wildbahn wachsen Champignons von Juni bis Oktober. Da sie aber gerne mal mit den giftigen Knollenblätterpilzen oder Gift-Egerlingen verwechselt werden, raten wir dringend davon ab, Champignons ohne weitere Fachkenntnisse selbst zu pflücken!

Champignon-Farm
Dichtes Gedränge auf der Champignon-Farm – Bild: barmalini / stock.adobe.com

Welche Champignon-Sorten gibt es?

Europaweit sind ungefähr 60 verschieden Arten wie etwa Wald-, Wiesen- oder Anis-Champignons bekannt. Kultur-oder Zuchtchampignons gibt es in weiß und braun.

Am beliebtesten sind die weißen Exemplare. Es gibt sie in drei Größen, von Mini, über die geschlossenen Köpfe mit ca. zwei bis drei Zentimetern Hutdurchmesser bis hin zu den geöffneten Pilzen, mit einer Größe von rund fünf Zentimetern. Bei den braunen Champignons ist das ähnlich. Sie unterscheiden sich vor allem im aromatischeren Geschmack von ihren weißen Doppelgängern und sind fester, denn sie enthalten weniger Wasser.

Weisse Chamignons
Weisse Champignons
Cremini-Pilze
Cremini-Pilze
Portobello-Champignon
Portobello-Champignons

Neben weißen und braunen Sorten gibt es noch die sogenannten Riesenchampignons. Ihr Hut kann bis zu zwölf Zentimeter groß werden. Dabei handelt es sich um die Sorte Portobello, deren Hut sich nicht nur zum Füllen und Überbacken, sondern auch als veganer Burgerpatty eignet.

Champignons kaufen und lagern

Frische Champignons sind fest und haben einen geschlossenen oder leicht geöffneten Kopf, so schmecken sie am besten. Champignons bleiben im Kühlschrank etwa zwei bis drei Tage lang frisch. Dabei haben sie es gerne luftig und locker, denn sie sind ziemlich druckempfindlich. In geschlossenen Plastikbeuteln oder Behältern beginnen sie leicht zu faulen. Wenn es sich bei der Plastikfolie über den Schälchen um eine spezielle, atmungsaktive Folie handelt, können die Pilze bis zum Verzehr in dieser Verpackung bleiben. Lose Pilze lagern am besten in einer locker verschlossenen Papiertüte.

Geschnittene Portobello-Champignons
Bild: New Africa / stock.adobe.com

Wer Pilze länger aufbewahren möchte, hat zwei Möglichkeiten. Die erste ist: Kurz blanchieren und dann einfrieren. Zum Weiterverwenden die Champignons noch gefroren zu den anderen Zutaten geben. Die zweite Möglichkeit ist, die Pilze in dünne Scheiben zu schneiden und bei geringer Hitze im Backofen mit offener Tür oder im Dörrgerät zu trocknen.

Champignons in der Küche

Zum Vorbereiten werden Champignons in der Regel nur kurz abgewischt oder mit einer speziellen weichen Bürste gesäubert. Sind sie sehr verschmutzt, können sie kurz abgewaschen werden. Die Pilze schmecken roh, gebraten, gefüllt oder vom Grill. Ein Klassiker ist eine sahnige Champignonsoße zu Fleisch. Im Winter schmecken geschmorte Pilze mit Knoblauchsoße (wie) auf dem Weihnachtsmarkt, im Sommer kommen sie mit Kräuterbutter gefüllt auf den Grill. Hier schmecken die etwas festeren, braunen Champignons besonders gut. Die nussige Pilznote lässt sich aber auch prima mit anderen Gemüsesorten kombinieren und schmeckt zu Reis oder Nudeln prima.

Unser Tipp: Weiße Champignons behalten ihre Farbe, wenn sie nach dem Vorbereiten mit Zitronensaft beträufelt werden.

Gebratene Champignons in der Schale

Nährwerte von Champignons

Champignons haben einen besonderen Nährstoffgehalt, denn sie liefern sättigendes Eiweiß und wichtige Ballaststoffe. Außerdem enthalten sie das Sonnenvitamin D, verschiedene B-Vitamine, die unter anderem für gute Laune sorgen, aber auch wichtig für Muskeln und Nerven sind, und den Knochenmineralstoff Kalzium. Das kalorienarme Gemüse macht auch in der Nährstoffbilanz eine gute Figur.

Durchschnittliche Nährwerte je 100g (Zuchtchampignons)
Kalorien 20 kcal
Fett 0,3 g
Kohlenhydrate 0,6 g
Ballaststoffe 2,0 g
Eiweiß 2,7 g

Unsere liebsten Champignon-Rezepte

Nun, da ihr alles Wissenswerte über Champignons gelesen habt, kann es ja ans Kochen gehen. In unserer Rezeptsammlung für Pilzgerichte findet ihr viele tolle Ideen. Schaut doch mal rein!

Saisonkalender runterladen

Viele weitere Infos über frisches Obst, Gemüse und Salate findet ihr übrigens in unserer Einführung in die regionale und saisonale Ernährung. Und wenn ihr neben Champignons auch die Saisonzeiten anderer Obst- und Gemüsesorten erfahren wollt, dann ladet euch doch unseren Saisonkalender runter. Dort gibts frisches Gemüse satt!

 

Bildnachweise:

Titelbild: © PHILETDOM / stock.adobe.com

Weisse Champignons: © Yana Bo / stock.adobe.com

Cremini-Pilzes: © NetPix / stock.adobe.com

Portobello-Champignons: © sucharat stock.adobe.com

Autor:in

Porträt von Steffi Sinzenich

Julia Icking

Julia ist Diplom-Ökotrophologin und betreibt ein eigenes Text­büro mit dem Schwerpunkt Lebensmittel und Ernährung. Für unser Gaumenfreundin-Magazin schreibt sie zu allen Themen rund um Ernährung, eine gesunde Lebensweise und die Warenkunde von Lebensmitteln.

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