Möhren-Saison – kunterbunter Genuss

Sind Möhren immer orange und spitz? Nein, weit gefehlt. Tatsächlich gibt es sie in vielen Farben, Größen und Formen. Zum Glück ist eigentlich das ganze Jahr über Möhren-Saison, denn das knackige Gemüse ist roh und gegart köstlich. Neben Möhre hört das knackige Gemüse auch noch auf die Namen Mohrrübe oder Wurzeln, im Norden heißen sie Woddeln und im Süden Gelberüben oder Rübli. Eine Frage bleibt aber zu klären: Wie unterscheiden sich Karotten und Möhren?

Erntereife Karotten in der Erde
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Was ist der Unterschied zwischen Möhren und Karotten?

Die Bezeichnungen Wurzel und Rübe stehen für das gleiche Gemüse, aber zwischen Möhre und Karotte gibt es tatsächlich einen Unterschied. Und zwar in der Form: Während Möhren walzen- oder kegelförmig und eher spitz sind, haben Karotten eine gedrungene und rundliche Form. Manchmal heißen auch früh geerntete Möhren Karotten, das stimmt aber nicht, denn es gibt auch spätere Karottensorten.

Ein grünes Feld voller Karottenpflanzen
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Wann haben Möhren Saison?

Möhren haben das ganze Jahr über Saison. Das liegt an der großen Sortenvielfalt. Ab Mai gibt es zarte, frische Bundmöhren, auch Fingermöhren genannt. Sie sind meist spitz zulaufend. Eher zylinderförmig sind die Möhren im Sommer und Frühherbst. Sie dürfen auch größer sein. Ab Dezember gibt es Lagerware – auch Spät- oder Dauermöhre genannt – die den ganzen Winter durch erhältlich ist.

Orange, gelbe und lila Karotten
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Möhren kaufen und lagern

Bundmöhren sehen nicht nur toll aus, am Möhrengrün zeigt sich ihre Frische. Welkes Laub deutet auf ältere Ware hin. Möhren sollten beim Kauf immer knackig und fest sein. Biegsame Exemplare oder Möhren mit Flecken bleiben besser im Laden. Neben der klassischen Möhre in Orange – meist die Sorte Napoli – gibt es auch viele bunte Sorten. Sie heißen Purple Haze, Mello Yello oder White Satin. Sie lassen sich genauso verwenden wie die Sorte Napoli, machen aber einzeln oder auch gemeinsam auf dem Teller echt was her.

Möhren lagern am besten kühl, zum Beispiel im Gemüsefach. Hier bleiben sie sieben bis zehn Tage frisch. Allerdings werden sie leicht bitter, zum Beispiel, wenn sie zusammen mit Äpfeln gelagert werden. Bei Bundmöhren gilt: Das Grün besser abschneiden, dann halten sie länger.

Geschnittene Möhren auf einem Küchenbrett
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Möhren in der Küche

Möhren sind in der Küche so vielfältig wie ihre Sorten. Sie schmecken roh geraspelt als Salat, klassisch im Kartoffel-Möhren-Eintopf oder machen in asiatischen Gerichten eine gute Figur. Je nach Sorte ist es nicht einmal nötig, sie zu schälen. Junge Möhren – besonders aus Bioanbau – müssen lediglich geschrubbt werden. Bei Lagerware ist die Schale zwar auch essbar, sie schmeckt aber oft nicht gut.

Wer nichts wegschmeißen möchte, kann auch das Möhrengrün essen. Auch hier ist Bioware zu bevorzugen. Dann schmeckt das frische Grün im Smoothie, als Pesto oder fein gehackt auf dem Salat. Das würzige Grün liefert reichlich Calcium und einen besonderen Geschmack.

Zucchini- und Möhren-Spaghetti Bolognese

Welche Nährstoffe stecken in Möhren?

Jedes Kind weiß, dass Möhren gut für die Augen sind. Das liegt an ihrem hohen beta-Carotin-Gehalt, der gleichzeitig für die tolle Farbe sorgt. Beta-Carotin ist die Vorstufe von Vitamin A, das beim Sehen eine wichtige Rolle spielt. Es gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. Daher braucht der Körper Fett, um es aufzunehmen. Das Fett muss aber nicht unbedingt an der Möhre selber sein, sondern kann auch aus einer anderen Speise stammen. Zum Beispiel aus Käse oder Fleisch. Insgesamt sind Möhren sehr kalorienarm, liefern viele Mineralstoffe und die Vitamine C und E.

Durchschnittliche Nährwerte je 100 Gramm
Kalorien 31 kcal
Fett 0,18 g
Kohlenhydrate 4,7 g
Ballaststoffe 4 g
Eiweiß 0,9 g

Meine Möhren-Rezepte

Nun, da ihr alles Wissenswerte über Möhren gelesen habt, kann es ja ans Kochen gehen. In unserer Möhren-Rezeptsammlung findet ihr von Möhrengemüse, über Möhrenbrot und Möhren-Spaghetti, bis hin zum Möhren-Smoothie jede Menge tolle Ideen mit gesunder Rüben-Power. Schaut doch mal rein!

Saisonkalender für Gemüse

Viele weitere Infos über frisches Gemüse findet ihr übrigens in unserer Einführung in die regionale und saisonale Ernährung. Und wenn ihr, neben Möhren auch die Saisonzeiten anderer Gemüsesorten erfahren wollt, dann ladet euch doch unseren Saisonkalender runter. Dort gibts frisches Gemüse satt!

Möhren Infografik mit allen Infos zur Möhren-Saison und den Nährwerten

Beitragsbild: Stefan Körber / stock.adobe.com

Autor:in

Porträt von Steffi Sinzenich

Julia Icking

Julia ist Diplom-Ökotrophologin und betreibt ein eigenes Text­büro mit dem Schwerpunkt Lebensmittel und Ernährung. Für unser Gaumenfreundin-Magazin schreibt sie zu allen Themen rund um Ernährung, eine gesunde Lebensweise und die Warenkunde von Lebensmitteln.

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