Feldsalat – (k)eine Eisprinzessin

Nach dem bunten Herbst wird es im Winter ein bisschen ruhiger auf den heimischen Feldern. Doch auch die kalte Jahreszeit bietet frisches Grün: zum Beispiel Feldsalat. Der wächst sogar bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt. Der winterharte Salat hört auf viele Namen: Ackersalat, Rapunzel, wie das Märchen, Nüsslisalat nach seinem nussigen Geschmack, aber auch Mäuseöhrchen oder Vogerlsalat wird er liebevoll genannt.

Frische Feldsalat-Rosetten
Bild: Novak / stock.adobe.com

Wann hat Feldsalat Saison?

Rapunzel-Saison ist im Herbst und Winter, genauer gesagt zwischen Oktober und März. Feldsalat kann bis in den April hinein geerntet werden, je nachdem, wann er ausgesät wurde. Von der Saat bis zur Ernte dauert es etwa acht Wochen. Auch wenn die Pflanzen Frost vertragen, müssen die Temperaturen für die Ernte über dem Gefrierpunkt liegen, sonst ist der Feldsalat welk.

Feld mit Reihen voller Ackersalat
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Feldsalat kaufen und lagern

Frischen Feldsalat erkennt man an festen, etwas ledrigen dunkelgrünen Blättern. Gelbe und welke Blättchen sprechen für ältere Ware. Die kleinen Rosetten sind oft ziemlich sandig, daher wird Feldsalat gerne bereits gewaschen angeboten. Dann steckt er häufig in Plastikbeuteln und steht im Kühlregal. Da der Salat dann recht anfällig für Keime ist, sollte er vor dem Zubereiten auf jeden Fall noch einmal gewaschen werden. Die Pakete sind einige Tage haltbar und tragen ein Haltbarkeitsdatum.

Frischer Feldsalat hält im Kühlschrank etwa vier Tage. Am besten schlägt man ihn direkt nach dem Kauf in ein feuchtes Tuch ein oder steckt ihn in einen feuchten Plastikbeutel. Der sollte aber auf keinen Fall luftdicht verschlossen sein, damit der Salat nicht matschig wird. Wichtig für einen frischen und knackigen Salat auf dem Teller ist außerdem, dass er während der Lagerung nicht zerdrückt wird.

Feldsalat gewaschen
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Feldsalat richtig waschen

Frischer Feldsalat ist oft eine sandige Angelegenheit. Die kleinen Körner stecken zwischen den Blättchen der festen Blatt-Rosetten und zwar genau an der Stelle, wo sie zusammengewachsen sind. Wer die hübsche Optik erhalten möchte, muss sich beim Waschen ein bisschen Mühe geben, wenn es zwischen den Zähnen nicht knirschen soll. Dafür das Spülbecken oder eine große Schüssel mit kaltem Wasser füllen und die Feldsalat-Pflänzchen einzeln schwenken. Das Ganze mindestens zweimal, besser dreimal wiederholen und das Ergebnis nochmal prüfen.

Feldsalat mit Apfel und Pinienkernen

Feldsalat in der Küche

Beim Putzen zuerst die welken Blättchen und die Wurzel der Feldsalat-Rosetten entfernen, anschließend wie beschrieben gründlich waschen. Dann geht es an die Rezepte für die grünen Blätter mit dem besonderen Geschmack: Herzhaft und nussig, manchmal auch ein bisschen pikant.

Dazu passt zum Beispiel ein Honig-Senfdressing. Überhaupt verträgt Feldsalat würzige Kombinationen wie Speck und Croutons, Gorgonzola und Birne oder Rote Bete und Walnüsse. Eine besonders feine Kombination ist Feldsalat mit einer Vinaigrette auf der Basis von Kürbiskernöl.

Feldsalat kann übrigens auch Smoothie. Hier schmeckt er zum Beispiel süß-würzig kombiniert mit anderen winterlichen Köstlichkeiten wie Orangen und Nüssen. Oder wie wäre es mit einer feinen Suppe? Sogar als cremiges Pesto mit Parmesan und Mandeln macht Feldsalat eine gute Figur.

Feldsalat-Rezept von Gaumenfreundin
Feldsalat mit Äpfeln, Parmesan und Pinienkernen

Welche Nährstoffe stecken in Feldsalat?

Als dunkelgrünes Gemüse enthält Feldsalat unter anderem viel Eisen. Das ist besonders für Vegetarier und Veganer interessant, denn in pflanzlichen Lebensmitteln ist der Mineralstoff oft Mangelware. Außerdem liefert Feldsalat beta-Carotin – die Vorstufe von Vitamin A, dem Augenvitamin. Dazu kommt Vitamin C, das unter anderem im Immunsystem eine wichtige Rolle spielt.

Durchschnittliche Nährwerte je 100g
Kalorien 14 kcal
Fett 0,4 g
Kohlenhydrate 0,7 g
Ballaststoffe 1,5 g
Eiweiß 1,8 g

Unsere liebsten Salat-Rezepte

Nun, da ihr fast schon Feldsalat-Experten seid, kann es ja ans Putzen gehen. Und in unserer Rezeptsammlung Feldsalat findet ihr noch viele weitere Ideen für und mit Feldsalat. Schaut doch mal rein!

Saisonkalender für Salate

Viele weitere Infos über feldfrische Lebensmittel findet ihr übrigens in unserer Einführung in die regionale und saisonale Ernährung. Und wenn ihr, neben Feldsalat auch die Saisonzeiten anderer Salatsorten erfahren wollt, dann ladet euch doch unseren Saisonkalender runter. Dort gibt‘s frische Salate satt!

Feldsalat-Saison und Infos zu Nähwerten

Beitragsbild: Novak / stock.adobe.com

Autor:in

Porträt von Steffi Sinzenich

Julia Icking

Julia ist Diplom-Ökotrophologin und betreibt ein eigenes Text­büro mit dem Schwerpunkt Lebensmittel und Ernährung. Für unser Gaumenfreundin-Magazin schreibt sie zu allen Themen rund um Ernährung, eine gesunde Lebensweise und die Warenkunde von Lebensmitteln.

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