Russische Okroschka habe ich diesen Sommer zum ersten Mal probiert und war sofort begeistert. Die kalte Suppe ist perfekt für heiße Tage, schnell vorbereitet und schmeckt am nächsten Tag sogar noch besser. Mein Okroschka-Rezept ist nicht ganz original, dafür aber cremiger und besonders familienfreundlich. Probieren lohnt sich, versprochen!
Inhaltsverzeichnis

Russische Okroschka – kalte Sommer-Suppe
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- 400 g Kartoffeln - festkochend
- 3 Eier - Größe M
- 2 Mini-Gurken
- 5 Radieschen
- 250 g Fleischwurst
- 2 Frühlingszwiebeln
- 500 g Buttermilch
- 400 ml Milch
- 1 TL Dijon-Senf
- 2 EL Dill - gehackt
- 1 Prise Zucker
- Salz und Pfeffer
Zubereitung
- Kartoffeln schälen, in einen Topf geben und mit kaltem Wasser aufgießen. 15 Minuten kochen, dann abkühlen lassen und in kleine Würfel schneiden. Eier hart kochen, dann pellen und würfeln.400 g Kartoffeln, 3 Eier
- Gurken, Radieschen und Fleischwurst in Würfel schneiden, Frühlingszwiebel in Ringe schneiden.2 Mini-Gurken, 5 Radieschen, 250 g Fleischwurst, 2 Frühlingszwiebeln

- Buttermilch, Milch, Dijon-Senf, Dill, Salz, Pfeffer und Zucker in eine Schüssel geben.500 g Buttermilch, 400 ml Milch, 1 TL Dijon-Senf, 2 EL Dill, Salz und Pfeffer, 1 Prise Zucker

- Alle kleingeschnittenen Zutaten zur Buttermilch geben und unterrühren. Okroschka bis zum Servieren in den Kühlschrank stellen und optional mit Eiswürfeln servieren.

Nährwerte pro Portion (ca.)
Dann entdecke ab hier weitere wertvolle Tipps zum Rezept und seinen Zutaten.
Was Okroschka ist und warum ich sie im Sommer liebe
Okroschka gehört zu den bekanntesten russischen kalten Suppen und wird traditionell an heißen Sommertagen gegessen. Und als ich sie das erste Mal probiert habe, habe ich sofort verstanden warum.
- Cremig & erfrischend zugleich
- Macht angenehm satt, ohne schwer zu sein
- Lässt sich super vorbereiten
- Einfache Zutaten aus dem Supermarkt
Das russische Original besteht aus fein gewürfelten Gurken und Radieschen, hartgekochten Eiern und Wurst, die mit Kräutern vermischt und traditionell mit Kwas aufgegossen und kalt serviert werden.
„Kwas“ ist kein Tippfehler, sondern ein fermentiertes Brotgetränk, das der Suppe eine leicht herbe, säuerliche Note gibt. Weil man das hier nicht bekommt, verwende ich für mein Rezept stattdessen Buttermilch. Die ist etwas milder, schön cremig und schmeckt mir und meiner Familie darum sogar noch besser.
Mein Sohn Tom mag Okroschka übrigens am liebsten mit Reis. Die Radieschen pickt er leider immer raus, die Wurst schmeckt ihm dafür besonders gut.


Die Zutaten für meine russische Okroschka
Die Zutaten für Okroschka findest du in jedem Supermarkt. Natürlich orientiere ich mich bei der Auswahl am Originalrezept – nur die Buttermilch ist meine Abwandlung.
- Buttermilch & Milch sind die Basis für die kalte Suppe. Buttermilch bringt die typische Säure des Originals, Milch macht alles cremiger und milder.
- Kartoffeln & Eier machen die Suppe sättigend. Beide kannst du bereits am Vortag vorkochen und abkühlen lassen. Dann heißt es später nur noch: alle Zutaten schnippeln und vermengen.
- Fleischwurst sorgt für die herzhafte Würze – genau wie im russischen Original. Für eine Veggie-Variante empfehle ich Kichererbsen, mehr Ei oder TK-Erbsen als Einlage.
- Frischer Dill ist das Kraut, das Okroschka ausmacht. In Russland ist Dill in der Suppe ein absolutes Muss. Ich nehme immer frischen Dill, denn getrocknet funktioniert hier nicht annähernd so gut. TK-Dill geht als Alternative besser.
- Dijon-Senf gibt der Brühe eine feine Würze und sorgt zusätzlich für leichte Bindung.
Für extra Cremigkeit: 1-2 EL Schmand unter die Buttermilch rühren – das macht die Okroschka noch cremiger und runder im Geschmack.
Russische Okroschka richtig zubereiten – meine 3 wichtigsten Tipps
Bei Okroschka kommt es auf ein paar Details an, die den Unterschied machen:
- Alles möglichst klein würfeln: Das ist mein wichtigster Tipp – besonders für alle Mamas. Je feiner die Zutaten gewürfelt sind, desto eher trauen sich die kleinen Skeptiker an die kalte Suppe ran und auch du bekommst alle Aromen besser auf einen Löffel.
- Kalt servieren: Okroschka muss wirklich kalt sein – so wird sie in Russland gegessen. Ich stelle sie mindestens eine Stunde vor dem Servieren in den Kühlschrank. Mit Eiswürfeln geht es noch schneller.
- Abschmecken nicht vergessen: Die Basis braucht genug Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker. Ich schmecke sie am Ende immer nochmal richtig ab, wenn alle Zutaten drin sind.
Du magst kalte Suppen genauso wie ich? Dann musst du diesen Sommer auch meine Rezepte für Gazpacho und kalte Gurkensuppe testen. Wenn du lieber bei warmen Suppen bleibst, empfehle ich dir die pikante, russische Soljanka.
Okroschka vorbereiten – so schmeckt sie am nächsten Tag noch besser
Das Tolle: Am nächsten Tag schmeckt Okroschka sogar noch besser. Die Zutaten ziehen über Nacht durch, die Aromen verbinden sich und werden noch intensiver. In Russland und auch bei uns zu Hause wird Okroschka darum oft als Meal Prep am Abend vorbereitet und am nächsten Tag gegessen.
Meine 3 Vorbereitungs-Tipps, die du dir dafür merken kannst:
- Kartoffeln und Eier am Vortag kochen: So sind sie bereits abgekühlt und ich kann die Suppe schnell zusammenstellen.
- Alles zusammen in den Kühlschrank: Die fertige Okroschka abdecken und mindestens eine Stunde ziehen lassen, am besten über Nacht.
- Nicht einfrieren: Okroschka ist nicht TK-geeignet. Die Buttermilchbasis würde beim Auftauen ausflocken, die Kartoffeln zerfallen und die Gurken matschig werden.
Auch viele meiner weiteren Sommer-Rezepte lassen sich prima vorbereiten – schau doch mal durch!


Okroschka zu dünn, zu dick, zu fade – so rette ich die Suppe
Okroschka ist einfach – aber manchmal passt etwas nicht ganz. Für die häufigsten Probleme habe ich ein paar schnelle Lösungen parat.
- Die Suppe ist zu dick: Einfach einen Schuss Mineralwasser zugeben und einrühren. Das verdünnt die Suppe und macht sie leicht prickelig. Muss man mögen, mir schmeckt es aber super!
- Die Suppe ist nicht cremig genug: In diesem Fall rühre ich 1-2 Esslöffel Schmand ein.
- Die Suppe schmeckt zu fade: Mehr Salz, mehr Senf oder ein Spritzer Zitronensaft. Und dann nochmal abschmecken. Ich habe festgestellt, dass Buttermilch oft mehr Würze braucht als man denkt.
- Die Suppe schmeckt zu sauer: Etwas mehr Milch oder ein Löffel Schmand mildert die Säure.
- Die Suppe ist nicht kalt genug: Ein paar Eiswürfel direkt in die Schüssel geben und die Suppe kühlt sofort runter.
Weitere Fragen zur Okroschka-Suppe
Kann ich Okroschka ohne Fleischwurst machen?
Ja, sehr gut sogar. Für die vegetarische Variante kannst du einfach die Fleischwurst durch geräucherten Tofu, Kichererbsen, TK-Erbsen oder mehr Eier ersetzen. Der Charakter der Suppe bleibt erhalten.
Wie lange hält Okroschka im Kühlschrank?
Okroschka hält sich abgedeckt im Kühlschrank 2-3 Tage. Am zweiten Tag schmeckt sie oft sogar noch besser, weil die Zutaten durchgezogen sind.
Kann ich Okroschka einfrieren?
Nein – das empfehle ich nicht, denn die Milchprodukte würden sich beim Auftauen trennen und ausflocken. Okroschka am besten frisch zubereiten oder im Kühlschrank aufbewahren.
Kann ich die Buttermilch ersetzen?
Im russischen Original wird „Kwas“ verwendet, ein fermentiertes Brotgetränk. Als einfachere Alternative nehme ich Buttermilch. Alternativ kannst du auch Kefir oder eine Mischung aus Joghurt und Wasser verwenden.
Rezeptsammlungen