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Muss man Reis waschen? So geht’s richtig

Muss man Reis waschen oder nicht? Tatsächlich ist es besser! Es wird empfohlen, seinen Reis vor dem Kochen zu waschen. Warum das wichtig ist und sich dein Reis richtig waschen lässt, erfährst du hier im Artikel mit allen Infos dazu.

Reis wird in einer Glasschüssel eingeweicht

Warum Reis waschen?

Tatsächlich wird dringend empfohlen, Reis vor dem Verzehr gründlich mit Wasser abzuspülen. In asiatischen Ländern steht das Waschen von Reis außer Frage. Hierzulande ist es weniger weit verbreitet. Aber warum ist es wichtig, Reis richtig zu waschen? 

Es gibt verschiedene Gründe. Allen voran: Die Reiskörner sind häufig mit anorganischen Arsen belastet. Die Reispflanze nimmt es beim Wachsen über den Boden auf. Das natürliche Halbmetall kann für den Menschen giftig sein. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) schreibt dazu, dass anorganische Arsenverbindungen u.a. als krebsauslösend für Menschen klassifiziert seien sowie zu Gefäß und Nervenschädigungen führen können. Daher ist es wichtig, den Reis vor dem Kochen gründlich zu waschen.

Gewaschener Reis tropft aus Sieb in Teller ab

Muss man alle Reissorten waschen?

Wie viel Arsen (Arsentrioxid) die Reispflanze beim Wachsen aufnimmt, ist ganz unterschiedlich. Das hängt von mehreren Faktoren ab, beispielsweise wie hoch der Arsengehalt im Boden des Anbaugebiets ist. Aber auch, welche Reissorte zubereitet wird. Hier kommt ein kleiner Überblick.

Naturreis, parboild Reis und polierte Reissorten

Weißer, geschälter Reis ist weniger belastet als Naturreis oder parboiled Reis. Denn Arsen befindet sich besonders in den Randschichten der Körner. Dennoch sollten (fast) alle Sorten gewaschen werden, um Verunreinigungen oder überschüssige Stärkepartikel nach dem Schälen wegzuspülen. Positiver Nebeneffekt: Der Reis bleibt schön körnig und bekommt eine lockere Konsistenz. Ideal für Gerichte wie Reissalat mit Thunfisch oder eine Reispfanne mit Hähnchen. Diese Sorten solltest du waschen:

  • Basmati-Reis
  • Jasmin-Reis
  • Vollkornreis
  • Wildreis
  • Roter Reis
  • Schwarzer Reis
  • Sadri-Reis

Besondere Reissorten wie Risotto-Reis

Tatsächlich gibt es einige wenige Sorten, die vor dem Kochen nicht zwingend gewaschen werden sollten. Dazu gehören:

  • Risotto-Reis
  • Milchreis
  • Paella-Reis
  • Sushi-Reis

Diese Reissorten enthalten besonders viel Stärke, die für die Konsistenz von cremigem Milchreis und schlotzigem Risottot entscheidend sind. Wird die Stärke durch das Waschen weggespült, gehen diese Eigenschaften verloren.

Wie Reis richtig waschen?

Bis auf wenige Ausnahmen lässt sich festhalten, dass du Reis vor dem Kochen immer waschen solltest. Das ist gut, um den Arsengehalt zu reduzieren und Verschmutzungen oder Stärkepartikel wegzuspülen. Bleibt nur noch die Frage, wie sich Reis richtig waschen lässt? Hier kommt eine schnelle Anleitung.

  1. Den rohen Reis in eine Schüssel geben und mit kaltem Wasser bedecken.
  2. Mit den Händen den Reis im Wasser bewegen. Das Wasser färbt sich dabei milchig und trüb.
  3. Den Reis über einem feinmaschigen Sieb abgießen.
  4. Das Waschen 2-3 Mal wiederholen, bis das Wasser klar bleibt.

Unser Tipp: Wenn du das nächste Mal Reis für dein Gemüse-Curry und Co. zubereiten möchtest, die Körner am besten in viel Wasser garen und das Kochwasser hinterher wegschütten. Dadurch lässt sich die Arsenbelastung weiter reduzieren.

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