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Honig essen bei Fruktoseintoleranz

Manche Lebensmittel halten Überraschungen für Menschen mit Fructoseintoleranz bereit, wie zum Beispiel Honig, denn der liefert ziemlich viel Fructose. Fruchtzucker im Honig? Ja, so ist es. Du siehst, es ist bei Fructoseintoleranz ein bisschen tricky, die Lebensmittel und Zubereitungen zu finden, die du ohne Bauchschmerzen gut verträgst. Zum Glück ist es ja keine Krankheit, bei der du mit schweren Folgeschäden rechnen musst, wenn du einmal etwas weniger Gutes isst. Aber je mehr du weißt, umso besser!

Honig in Glasschale mit Honiglöffel
Bild: BillionPhotos.com/stock.adobe.com

Wie viel Zucker enthält Honig?

Dass Honig reich an Zucker ist, weiß wohl mittlerweile jedes Kind. Außerdem enthält er einen gewissen Anteil an Wasser. Wie groß der höchstens sein darf, ist in Deutschland genau festgelegt: Bei den meisten Honigsorten sind es 20 Prozent, die einzige Ausnahme ist Heidehonig, denn hier dürfen es bis zu 23 Prozent sein. Wie auch immer, rund 70 bis 80 Prozent des Honigtopfes bestehen aus Zucker. Dabei handelt es sich jedoch nicht nur um den Haushaltszucker Saccharose, sondern es sind ganz unterschiedliche Zuckerarten drin. Zum Beispiel Glucose, Fructose, aber auch Maltose und eben Saccharose. Wie diese Zuckeranteile verteilt sind, ist von Honigsorte zu Honigsorte unterschiedlich. Die Schwankungsbreite für Fructose liegt bei 27 bis 44 Prozent.

Welche Unterschiede gibt es zwischen Honigsorten?

Welche Honigsorte im Bienenstock entsteht, hängt davon ab, welche Blüten die Bienen auf ihrer Suche nach Nektar anfliegen. So liefert ein Rapsfeld einen cremig-hellen Honig, der bei der Verarbeitung gut gerührt werden muss. Eine bunte Blumenwiese dagegen sorgt für Blütenhonig.

Etwas spezieller ist das beim Waldhonig, dessen besonderes Aroma daher rührt, dass er ausschließlich in Wäldern gesammelt wird. Die Bienen sammeln hier nicht wie sonst den Nektar der Blüten sondern den sogenannten Honigtau, der durch verschiedenste Kleinstlebewesen auf den Blättern und Ästen der Bäume entsteht. Waldhonig ist meist eher dunkel, schmeckt kräftig und oft malzig. Er enthält mit gut 30 Prozent verhältnismäßig wenig Fructose. Trotzdem empfehlen viele Fachleute bei Fructoseintoleranz, auf Honig zu verzichten.

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Kommentare (2)

Hauser Heinrich
10. Feb. 2024 um 13:49 Uhr

Sehr geehrte Frau Icking!

Ich habe Fruktose und Laktose, nehme – da ich seit ca. einen halben Jahr mit Divertikeln im Darm die
sich immer wieder entzünden Honig – zu mir. Und zwar den neuseeländische Manukahonig, der mir
von einigen Personen sehr empfohlen wurde, da er entzündungshemmend wirkt.
Und jetzt meine Frage – ist dieser Honig auch schlecht bei Fruktose – ich denke schon!

MfG
Heinrich Hauser

Steffi

Steffi
20. Feb. 2024 um 21:07 Uhr

Hallo Heinrich! Danke für deine Nachricht! Manukahonig enthält genau wie normaler Honig Fruktose. Wir empfehlen ihn daher nicht bei einer Intoleranz. Viele Grüße, Steffi

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