Schokolade schmelzen

Ob Schokokuchen, Pralinen oder verzierte Kekse – geschmolzene Schokolade brauchst du für verschiedenste süße Freuden. Doch schmilzt du sie am besten im Topf, in der Mikrowelle oder gar im Backofen? Wir erklären alle Methoden, verraten die Vor- und Nachteile und geben nützliche Tipps.

Geschmolzene Schokolade in Metallschüssel
Bild: Vladimir Polikarpov/stock.adobe.com (generiert mit KI)

Welche Schokolade kann ich schmelzen?

Grundsätzlich kannst du jede Schokolade oder Kuvertüre schmelzen. Lediglich der Schmelzpunkt unterscheidet sich: Weiße Schokolade schmilzt schon bei 40–45 Grad und dunkle Schokolade bei 50–55 Grad – und wie du dir denken kannst, liegt die Schmelztemperatur für Vollmilchschokolade dazwischen. 

Schokolade oder Kuvertüre?

Sowohl aus Schokolade als auch aus Kuvertüre kannst du leckere Dinge zaubern – Kuvertüre eignet sich für glänzende Glasuren auf Kuchen, Torten oder Pralinen, Schokolade überzeugt mit höherem Kakaoanteil und ist ideal für Füllungen, Mousse au Chocolat oder dunklen Schokoteig.

gebrochene Schokoladenstücke
Bild: ExQuisine/stock.adobe.com

Schokolade schmelzen: Drei Methoden und ihre Vorteile

Kommen wir zur eigentlichen Frage: Wie schmelze ich Schokolade am besten? Bewährt haben sich vor allem das Schmelzen im Wasserbad und in der Mikrowelle, doch auch der Backofen kann eine gute Möglichkeit sein.

Schokolade schmelzen im Topf

  1. Hacke die Schokolade zunächst mit einem scharfen Messer auf einem Brett in kleine Stücke. Es gilt: Je kleiner die Stückchen, desto schneller schmilzt die Schoki.
  2. Für das Wasserbad erhitzt du Wasser in einen Topf auf ca. 60 Grad – wichtig ist, dass das Wasser nicht kocht.
  3. Nun gibst du eine Metallschüssel auf den Topf – Profis sorgen dafür, dass die Schüssel nicht das Wasser berührt, die Schokolade also nur über dem heißen Wasserdampf schmilzt. Und wieso Metall? Es leitet die Hitze am besten, alternativ kannst du auch eine Glasschüssel verwenden.
  4. Anschließend gibst du die Schokostücken in die Schüssel und wartest, bis die Schokolade schmilzt. Dann kannst du den Topf vom Herd nehmen und gelegentlich rühren, bis alle Stücke geschmolzen sind.

Wichtig ist, dass kein Wasser in die Schokolade gelangt, weil sie dann gerinnt und klumpt. Daher ist es ratsam, eine Schüssel zu nehmen, die größer ist als der Topf. Außerdem darf das Wasser nicht zu heiß sein, weil die Schokolade sonst verbrennt und ebenfalls klumpt. Sollte dir das doch einmal passieren, kannst du die Schokolade noch zum Backen statt zum Glasieren verwenden, denn geschmacklich verändert sie sich nicht.  

Vor- und Nachteile: Mit dieser Methode kannst du den Prozess am besten kontrollieren und verhindern, dass die Schokolade anbrennt. Es dauert aber etwas länger als in der Mikrowelle und es kann passieren, dass die Schokolade durch Wasserspritzer gerinnt.

Schokolade wird mit Metallschale im Wasserbad geschmolzen
Bild: Keram/stock.adobe.com

Schokolade schmelzen in der Mikrowelle

Du kannst Schokolade auch in der Mikrowelle schmelzen. Hierfür hackst du sie ebenfalls in kleine Stückchen und gibst sie in eine mikrowellenfeste Schüssel. Um ein Verbrennen der Schokolade zu verhindern, nutzt du eine niedrige Stufe, z. B. die Auftaustufe oder 600 Watt und stellst zunächst nur eine Minute ein. Dann prüfst du das Ergebnis und setzt den Prozess in kurzen Zeitintervallen fort, dazwischen immer umrühren. Letzte Stückchen schmelzen am Ende durch die wärme der bereits geschmolzenen Schokolade.

Vor- und Nachteile: Diese Variante ist besonders schnell – hier erhältst du fertig geschmolzene Schokolade schon in ca. 3 Minuten. Du hast aber am wenigsten Kontrolle über den Prozess und es kann passieren, dass die Schokolade verbrennt und klumpt.

Schokolade schmelzen im Backofen

Weit weniger populär ist die Backofenmethode. Hier legst du die (gehackte) Schokolade in eine ofenfeste Schüssel oder Form und stellst sie bei 50 Grad für 12–15 Minuten auf die mittlere Schiene in den Backofen. Die Methode eignet sich jedoch nur für neuere Öfen, bei denen sich die Temperatur wirklich genau einstellen und halten lässt. Dann ist diese Methode sogar gelingsicher!

Vor- und Nachteile: Du benötigst nur wenig Geschirr und deine Schokolade kann, zumindest bei modernen Öfen, nicht verbrennen. Wer einen alten Ofen mit ungenauer Temperaturanzeige besitzt, sollte von dieser Methode ganz und gar absehen.

Fazit: Welche Methode eignet sich am besten?

Schokolade schmilzt du kontrolliert, aber mit etwas mehr Zeitaufwand im Wasserbad. Am schnellsten, aber mit weniger Kontrolle geht es in der Mikrowelle und gelingsicher, aber erst nach 15 Minuten holst du geschmolzene Schokolade aus dem Ofen, wenn es sich um eine neueres Modell handelt.

Autor:in

Lara Gahlow
Lara Gahlow

Lara ist Texterin und Lektorin und somit für eine frische Brise bei der Gaumenfreundin zuständig. Die vielfältige Hamburgerin war zuvor schon im Foodbereich tätig und widmet sich gerne den schönen Dingen des Lebens: Kultur, Kommunikation und Kulinarik.

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