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Schneidetechniken – So wirst du zum Meister am Messer!

Schneiden, hacken, hobeln und würfeln – wer gerne kocht, sollte gut mit dem Küchenmesser umgehen können. Aber wusstest du, dass es nicht nur zahlreiche Messerarten gibt, sondern auch viele verschiedene Schneidetechniken? Was genau du dabei beachten solltest und wie du Gemüse, Brot und Fleisch richtig schneidest, das erfährst du hier und jetzt!

Zwiebel wird auf einem Küchenbrett geschnitten, umgeben von diversem Gemüse


Viele Feinschmecker behaupten, dass die besten Gerichte aus Frankreich kommen. Bei köstlichen Klassikern wie Boeuf bourguignon oder Tarte flambée kann man das gut verstehen! Doch fast ebenso zahlreich scheinen die typisch französischen Handwerksmethoden, allen voran die Schnitttechniken. Zarte Julienne-Streifen oder Bâtonnets, feine Brunoise-Würfel oder Paysanne-Scheiben – die französischen Schnitte bringen Gemüse in seine schönste Form.

Daneben gibt es rustikalere Techniken wie den klassischen Wiegeschnitt, der sich zum Hacken von Kräutern und Nüssen eignet, oder den Rough Chop aus den USA, bei dem man Gemüse, Fisch und Fleisch nach Lust und Laune in grobe Würfel teilt. Die wichtigsten Schneidetechniken teilen wir hier mir dir!

Bei allen Schneidetechniken gilt: Safety first!

Wie immer beim Umgang mit scharfen Messern gilt: Sicherheit geht vor! Lass deshalb bei allen Schnitttechniken Vorsicht walten und verwende immer eine geeignete, rutschfeste Schneideunterlage.

Wie schneidet man eine Ananas?

Um eine Ananas von ihrer Schale zu befreien, lege sie auf die Seite und trenne zunächst den blättrigen Kopf und den Boden ab. Stelle die Frucht auf eine der frischen Schnittkanten und schneide die Schale von oben nach unten ab. Manchmal bleiben Augen über, die du mit kürzeren Schnitten heraustrennen kannst. Teile deine geschälte Frucht längs in Viertel. Entferne den Strunk und schneide jedes Viertel in mundgerechte Stücke.

Wie schneidet man Julienne-Streifen?

Fein geformtes Gemüse macht auf jedem Teller Eindruck. Gut, dass diese Schneidetechnik gar nicht so schwer ist! Vor allem feste Karotten, Sellerie oder Kohlrabi eignen sich, aber auch Kräuter, Zucchini oder Lauch kann man in Julienne-Streifen schneiden. Am besten geht das mit der großen Klinge eines Kochmessers. Lege dein Gemüse auf eine sichere Unterlage und begradige es an einer Seite, damit es einen festen Stand hat. Schneide es dann in 2-3 mm dicke Scheiben und danach in Streifen. Die Größe sollte an Streichhölzer erinnern. Fertig!

Gemüse wird in feine Julienne-Streifen geschnitten

Wie schneidet man Gemüsewürfel?

Gemüsewürfel werden für viele Gerichte benötigt. Die schönen Namen „Mirepoix“ und „Macédoine“ bedeuten Würfel von 1 cm bis 0,5 cm Größe. Noch feiner sind aber die Gemüsewürfel „Brunoise“, die mit nur 1-2 mm Seitenlänge besonders fein werden. Aufgepasst, hier kommt eine Schneidetechnik zum Einsatz, die du gerade schon gelernt hast: Du schneidest für Gemüsewürfel einfach Julienne-Streifen und schneidest diese anschließend noch einmal quer herunter, sodass winzige Würfel entstehen. Fertige Brunoise eignet sich gut für Gemüsebrühe, Couscous-Salate oder als elegante Beilage.

Wie schneidet man Brot?

Eine knusprige Brotkruste schneidet man am besten – na klar – mit einem Brotmesser. Das hat üblicherweise eine geriffelte Klinge, die sicheren Halt an der Brotkruste findet. Ein glattes Kochmesser würde hingegen abrutschen und deine Finger in Gefahr bringen! Durch den Wellenschliff brauchst du beim Brotschneiden kaum Kraft aufwenden, sondern kannst das Messer einfach durch das Gebäck ziehen. Dabei geht die Struktur des Brotes nicht kaputt – weder bei körnigen und festen Brotsorten noch bei weichen Brötchen. Außerdem wichtig beim Brotschneiden: Ein großes Brett, das nicht rutscht.

Brot wird in Scheiben geschnitten

Wie schneidet man Fleisch?

Nicht nur die Fleischqualität und die Zubereitung in der Pfanne oder auf dem Rost entscheiden über Geschmack. Auch wie du dein Fleisch schneidest, hat einen großen Einfluss auf das finale Gericht. Denn Fleisch ist ein kleines Sensibelchen: Seine Textur geht durch die falsche Handhabe schnell kaputt. Deshalb solltest du immer ein gutes Fleischmesser mit scharfer Klinge sowie eine rutschfeste Unterlage verwenden. Schneide jedes Fleischstück quer zur Faser. Das sorgt für einen saftigen, zarten Biss. Würdest du parallel zur Faserung schneiden, bräuchte das Fleisch nicht nur länger in der Pfanne, sondern würde auch fest und zäh.

Größeres Fleischstück wird in Scheiben geschnitten

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